EMH liefert Megawatt-Testsystem für DC-Schnell- und Hypercharger an Alpitronic
Die EMH Energie-Messtechnik GmbH hat das erste kombinierte Hyper- und Megawattcharger-Testsystem vom Typ PTS 3.1 genX DC MCS an den Bozener Ladesäulenhersteller Alpitronic ausgeliefert. Mit der neuen Lösung kann Alpitronic künftig seine gesamte Produktpalette – von klassischen DC-Schnellladesäulen bis hin zu Megawatt-Charging-Systemen – eichrechtskonform prüfen.
Das Besondere am PTS 3.1 genX DC MCS: Im Gegensatz zu herkömmlichen Testsystemen kommt es ohne integrierten Batteriespeicher oder große Lüftereinheiten aus, die Energie in Wärme umwandeln. Stattdessen arbeitet das System mit einer sogenannten Phantomlast und simuliert so die von der DC-Ladesäule abgegebene Leistung. Grundlage ist die Norm DIN VDE V 0122-2-100, die die Hard- und Softwareanbindung moderner Prüfmittel an Ladeinfrastruktur regelt. Durch den Verzicht auf schwere Komponenten konnte EMH ein mobiles System realisieren, das DC-Ladesäulen mit Leistungen von bis zu 3 Megawatt wirtschaftlich und flexibel prüfbar macht – sowohl vor Ort als auch bei werksinternen Abnahmen.
Alpitronic bietet derzeit modulare DC-Schnellladesäulen mit Leistungen von 50 bis 400 kW an. Seit 2025 ergänzt das dezentrale Ladesystem HYC1000 das Portfolio, das Ladeleistungen bis zu 1 MW über CCS- und MCS-Standard ermöglicht. Besonders für schwere Elektro-Lkw und -Busse eröffnet das Megawatt-Charging neue Perspektiven, ist aber auch für Pkw einsetzbar.
Das gelieferte Testsystem ist standardmäßig für Prüflasten bis 600 kW ausgelegt und kann im MCS-Bereich mit bis zu 1.500 V, 2.000 A und 3 MW DC betrieben werden. „Die maßgeschneiderte Lösung bietet ausreichend Reserven, um auch künftige Generationen noch leistungsstärkerer Hypercharger prüfen zu können“, betont EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder. Die Entscheidung von Alpitronic unterstreiche zugleich die Strategie des Unternehmens, Neuentwicklungen von Beginn an zukunftssicher auszulegen.