Elektroautos und Steuervorteile: Welche finanziellen Anreize gibt es in Österreich?
In den letzten zehn Jahren hat die Elektromobilität in Deutschland und in Österreih einen enormen Aufschwung erlebt. Immer mehr Menschen haben sich aus finanziellen oder umweltschutztechnischen Gründen dazu entschieden, vom Verbrenner abzusehen. Auch staatliche Förderungen haben die Popularität
enorm positiv beeinflusst.
Doch nun fallen viele Förderprogramme weg – lohnt sich das Elektroauto trotzdem noch? Wir geben einen Überblick über die neue Gesetzeslage.
Wegfall der E-Auto-Förderungen: Was ändert sich konkret?
Noch bis vor Kurzem konnten Käufer von elektrischen Fahrzeugen von attraktiven Förderungen profitieren, wenn sie ein Auto neu angeschafft haben. Die Umweltförderung des Bundes unterstützte den Kauf von E-Autos mit bis zu 5.000 Euro, wurde jedoch bereits frühzeitig ausgeschöpft. Seit Februar 2025 gibt es für Menschen in Österreich keine Möglichkeit mehr, neue Förderanträge zu stellen, genauso wie es aktuell keine Förderung mehr für Wallboxen gibt.
Bei den Solarstromanlagen – einem Bereich, der für viele direkt mit ihrem E-Auto zusammenhängt – sieht es ähnlich aus: Die Umsatzsteuer-Befreiung für PV-Anlagen wurden frühzeitig beendet, sodass private Haushalte aktuell keine Möglichkeit mehr haben, einen Zuschuss für eine neue Anlage oder eine Wallbox zu erhalten.
Wegfall der NoVA-Befreiung für elektrische Fahrzeuge
Eine weitere gesetzliche Änderung im Jahr 2025 betrifft die Normverbrauchsabgabe (NoVA). Die Steuer, die bisher für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor je nach CO₂-Ausstoß erhoben wurde, entfiel bisher für Elektrofahrzeuge komplett. Auch diese Regelung wird am 01.04.2025 auslaufen, ab diesem Zeitpunkt unterliegen auch E-Fahrzeuge einer zusätzlichen Besteuerung, obwohl sie kein direktes CO₂ ausstoßen. Sie richtet sich nun nach dem im Zulassungsschein eingetragenen Eigengewicht und der Nenndauerleistung (30-Minuten-Nennleistung).
Aber einige Vorteile bleiben doch!
Sparen durch die Treibhausgasminderungsquote (THG)
Auch ohne direkte staatliche Kaufprämien bleiben Möglichkeiten bestehen, mit einem0 elektrischen Fahrzeug zu sparen. Die THG Prämie beispielsweise ist eine gute Möglichkeit, um jährlich einen dreistelligen Betrag zurückzuerhalten. Konkret wird die Treibhausgasminderungsquote als Belohnung an jene ausgezahlt, die zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes beitragen. Die genaue Höhe liegt vom jeweiligen Marktpreis der CO₂-Zertifikate ab, liegt aber derzeit meist zwischen 100 und 200 Euro.
Niedrige Betriebskosten und Zukunftssicherheit
Obwohl die meisten Förderprogramme in Österreich ausgelaufen sind, stehen die Zeichen für Elektromobilität trotzdem nicht schlecht. Durch einen zunehmenden Wettbewerbsdruck auf dem Markt für Ladestationen, Wallboxen, Stromspeicher und PV-Anlagen sinken die Preise und Investitionen amortisieren sich nach wie vor schnell. Denn sehr oft kann dann beinahe „kostenloser“ Solarstrom in das Auto geleitet werden.
Zudem: Die private Ladeinfrastruktur in Kombination mit einer PV-Anlage macht unabhängig von steigenden Strompreisen und Investitionen rechnen sich dadurch schnell. Besonders die letzten Jahre haben gezeigt, wie internationale politische Ereignisse großen Einfluss auf die Kosten im Alltag nehmen.
Nicht zu vergessen sind auch die deutlich niedrigeren Betriebskosten elektrischer Fahrzeuge. Ölwechsel, häufiger Austausch der Bremsbeläge oder Verschleiß an Motorteilen kommen nicht vor und viele Fahrzeuge können mehrere Jahre wartungsfrei gefahren werden. Auch dieser Faktor spart pro Jahr mehrere hundert Euro ein.
Vorteile für Unternehmen
Alle Unternehmen in Österreich profitieren bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen von besonderen steuerlichen Vorteilen. E-Autos gelten als betriebliche Investition, zudem ist es dank der degressiven Abschreibung möglich, in den ersten Jahren deutlich höhere Abschreibungsbeträge geltend zu machen, wodurch sich Investitionen schneller rechnen.
Außerdem sind Elektroautos von der Vorsteuer befreit, sofern der Listenpreis unter 40.000 Euro liegt und die Sachbezusbefreiungen für E-Fahrzeuge gelten ebenfalls weiterhin.
Das macht viele Fahrzeuge besonders für die Firmenflotte interessant.
Lohnen sich die Förderungen für E-Autos eigentlich?
Eine Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) aus dem Jahr 2023 zeigt: Steuerliche Anreize für Elektroautos spielen eine entscheidende Rolle bei deren Verbreitung.
Dadurch, dass viele staatliche Anreize jetzt wegfallen, können sich aber andere Chancen ergeben: Eventuell
passen Autohäuser und Hersteller ihre Angebote an und bieten attraktive Deals, um die Nachfrage aufrechtzuerhalten. Zudem gibt es nach wie vor Vorteile wie die o. g. THG Prämie oder die enorm niedrigen Betriebskosten.
Kurz gesagt: Auch nach wie vor und mit Blick in die Zukunft lohnt es sich, auf elektrische Fahrzeuge zu setzen, um unabhängig und günstig mobil zu bleiben.
enorm positiv beeinflusst.
Doch nun fallen viele Förderprogramme weg – lohnt sich das Elektroauto trotzdem noch? Wir geben einen Überblick über die neue Gesetzeslage.
Wegfall der E-Auto-Förderungen: Was ändert sich konkret?
Noch bis vor Kurzem konnten Käufer von elektrischen Fahrzeugen von attraktiven Förderungen profitieren, wenn sie ein Auto neu angeschafft haben. Die Umweltförderung des Bundes unterstützte den Kauf von E-Autos mit bis zu 5.000 Euro, wurde jedoch bereits frühzeitig ausgeschöpft. Seit Februar 2025 gibt es für Menschen in Österreich keine Möglichkeit mehr, neue Förderanträge zu stellen, genauso wie es aktuell keine Förderung mehr für Wallboxen gibt.
Bei den Solarstromanlagen – einem Bereich, der für viele direkt mit ihrem E-Auto zusammenhängt – sieht es ähnlich aus: Die Umsatzsteuer-Befreiung für PV-Anlagen wurden frühzeitig beendet, sodass private Haushalte aktuell keine Möglichkeit mehr haben, einen Zuschuss für eine neue Anlage oder eine Wallbox zu erhalten.
Wegfall der NoVA-Befreiung für elektrische Fahrzeuge
Eine weitere gesetzliche Änderung im Jahr 2025 betrifft die Normverbrauchsabgabe (NoVA). Die Steuer, die bisher für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor je nach CO₂-Ausstoß erhoben wurde, entfiel bisher für Elektrofahrzeuge komplett. Auch diese Regelung wird am 01.04.2025 auslaufen, ab diesem Zeitpunkt unterliegen auch E-Fahrzeuge einer zusätzlichen Besteuerung, obwohl sie kein direktes CO₂ ausstoßen. Sie richtet sich nun nach dem im Zulassungsschein eingetragenen Eigengewicht und der Nenndauerleistung (30-Minuten-Nennleistung).
Aber einige Vorteile bleiben doch!
Sparen durch die Treibhausgasminderungsquote (THG)
Auch ohne direkte staatliche Kaufprämien bleiben Möglichkeiten bestehen, mit einem0 elektrischen Fahrzeug zu sparen. Die THG Prämie beispielsweise ist eine gute Möglichkeit, um jährlich einen dreistelligen Betrag zurückzuerhalten. Konkret wird die Treibhausgasminderungsquote als Belohnung an jene ausgezahlt, die zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes beitragen. Die genaue Höhe liegt vom jeweiligen Marktpreis der CO₂-Zertifikate ab, liegt aber derzeit meist zwischen 100 und 200 Euro.
Niedrige Betriebskosten und Zukunftssicherheit
Obwohl die meisten Förderprogramme in Österreich ausgelaufen sind, stehen die Zeichen für Elektromobilität trotzdem nicht schlecht. Durch einen zunehmenden Wettbewerbsdruck auf dem Markt für Ladestationen, Wallboxen, Stromspeicher und PV-Anlagen sinken die Preise und Investitionen amortisieren sich nach wie vor schnell. Denn sehr oft kann dann beinahe „kostenloser“ Solarstrom in das Auto geleitet werden.
Zudem: Die private Ladeinfrastruktur in Kombination mit einer PV-Anlage macht unabhängig von steigenden Strompreisen und Investitionen rechnen sich dadurch schnell. Besonders die letzten Jahre haben gezeigt, wie internationale politische Ereignisse großen Einfluss auf die Kosten im Alltag nehmen.
Nicht zu vergessen sind auch die deutlich niedrigeren Betriebskosten elektrischer Fahrzeuge. Ölwechsel, häufiger Austausch der Bremsbeläge oder Verschleiß an Motorteilen kommen nicht vor und viele Fahrzeuge können mehrere Jahre wartungsfrei gefahren werden. Auch dieser Faktor spart pro Jahr mehrere hundert Euro ein.
Vorteile für Unternehmen
Alle Unternehmen in Österreich profitieren bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen von besonderen steuerlichen Vorteilen. E-Autos gelten als betriebliche Investition, zudem ist es dank der degressiven Abschreibung möglich, in den ersten Jahren deutlich höhere Abschreibungsbeträge geltend zu machen, wodurch sich Investitionen schneller rechnen.
Außerdem sind Elektroautos von der Vorsteuer befreit, sofern der Listenpreis unter 40.000 Euro liegt und die Sachbezusbefreiungen für E-Fahrzeuge gelten ebenfalls weiterhin.
Das macht viele Fahrzeuge besonders für die Firmenflotte interessant.
Lohnen sich die Förderungen für E-Autos eigentlich?
Eine Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) aus dem Jahr 2023 zeigt: Steuerliche Anreize für Elektroautos spielen eine entscheidende Rolle bei deren Verbreitung.
Dadurch, dass viele staatliche Anreize jetzt wegfallen, können sich aber andere Chancen ergeben: Eventuell
passen Autohäuser und Hersteller ihre Angebote an und bieten attraktive Deals, um die Nachfrage aufrechtzuerhalten. Zudem gibt es nach wie vor Vorteile wie die o. g. THG Prämie oder die enorm niedrigen Betriebskosten.
Kurz gesagt: Auch nach wie vor und mit Blick in die Zukunft lohnt es sich, auf elektrische Fahrzeuge zu setzen, um unabhängig und günstig mobil zu bleiben.