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Elektroauto– und Pflanzenöl–Rundfahrt am Wörthersee

23.03.2006

EUROSOLAR Kärnten: Umweltfreundlich Volltanken um 2 Euro möglich

ja © Martin itschauer
ja © Martin itschauer
(Klagenfurt) – Durch die anhaltende Umweltproblematik und der steigende Ölpreis hat sich heuer der Verein „EUROSOLAR Kärnten – Plattform für umweltfreundliche Mobilität und erneuerbare Energie„ gegründet.
Zur Information der Öffentlichkeit findet vom 19. bis 21. Mai 2006 in Kärnten eine grosse Image–Rundfahrt von Elektroautos und pflanzenölbetriebenen Fahrzeugen statt.
Neben Serien–Elektroautos von Peugeot und Citroen wird auch ein Österreichischer „Elektro–Porsche„ die Rundfahrt bereichern.
„Wir wollen praxisnahe, umweltfreundliche und vor allem kostengünstige Verkehrslösungen für den Alltag präsentieren„,
so Oliver Hromada, Obmann von EUROSOLAR Kärnten.
Der Verein erhebt zudem die Forderung nach ausreichend Ökostrom–Tankstellen im städtischen Bereich und will eine flächendeckende Versorgung mit Pflanzenöl–Tankstellen sicherstellen. Vor allem an den neu geplanten Klagenfurter Park–and–Ride Parkplätzen sollten unbedingt Ökostrom–Steckdosen vorgesehen werden. Der besondere Reiz der Elektrofahrzeuge liegt auch im weitgehend geräuschlosen Fahren.

Elektromobile

Einen entscheidenden Impuls erhält der Elektroantrieb durch die Umwelt– und Klimaprobleme, die Gesundheitsbelastung durch Abgase und Feinstäube sowie die Verknappung und Verteuerung des Öls. Durch die EU–Verordnung zum Schutz vor Feinstäuben kann die Gemeinde den Verkehr emissionsabhängig steuern. City–Maut mit Ausnahmen für emissionsfreie Fahrzeuge (London), autofreie Innenstädte (Beispiel Bologna), privilegierte Fahrspuren und Parkplätze mit Stromtankstellen (Park & Charge) sind Instrumente, die zu einer Verbreitung des umweltfreundlichen Elektroantriebs beitragen können. Selbst Kaiser Wilhelm wollte keinen „Stinkekarren„ fahren, sondern einen Mercedes Electrique der Daimler–Werke.
Auch ein Gesetz nach dem Vorbild des kalifornischen Clean Air Act, das den emissionsfreien Antrieb vorschreibt, liegt im Bereich des Möglichen.
Der Elektroantrieb verursacht beim Betrieb des Fahrzeuges keinerlei Abgase, auch nicht das klimaschädliche CO2. Damit aber auch bei der Erzeugung des Stroms keine Schadstoffe entstehen, muss er vollständig aus erneuerbaren Energieträgern wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erzeugt werden.
Durch energieeffiziente Elektromotoren ist das 1–Liter–Auto längst Realität.
(**) Ein Peugeot 106 electric verbraucht bspw. 12 KWh Strom auf rund 100 Kilometer.
(**) Ein Liter Dieselkraftstof hat vergleichsweise einen Energiegehalt von 11 kWh.

Pflanzenöl–Fahrzeuge

CO2–neutrales Pflanzenöl aus heimischem Anbau kann Dieselkraftstoff ersetzen und kostet derzeit etwa 30 Prozent weniger als fossiler Kraftstoff. Ohne grossen Aufwand kann jedes Dieselfahrzeug auf Pflanzenöl umgerüstet werden. Selbst der Erfinder des Dieselmotors hat seine Motoren ursprünglich mit Pflanzenöl betrieben.
Pro Hektar biologisch angebauter Sonnenblume können etwa 800–1.000 Liter Ökotreibstoff gewonnen werden.
Hier zeigt sich ein riesen Potential für regionale Wertschöpfung und Unabhängigkeit von fossilen Öl–Lieferungen. Planzenöl könnte einige Prozent des Energiebedarfs in Österreich abdecken und zur Erüllung des Kyoto–Klimaschutzziele beitragen.
Gerne wird Pflanzenöl mit Biodiesel verwechselt. Dabei gibt es aber einen entscheidenden Unterschied: Pflanzenöl ist ein Lebensmittel ohne weitere chemische und energieintensive Weiterverarbeitung wie z.B. beim „Bio„diesel.
Quelle: Matthias Köchl http://www.elektromobil.com/

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23.03.2006 | Autor*in: litschauer
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