Einheitliche Verpackungssammlung kommt gut an: Mehrheit der Österreicher:innen zufrieden
Die Vereinfachung des Sammelsystems stößt bei der Bevölkerung auf breite Zustimmung: Zwei Drittel der Österreicher:innen bewerten die Umstellung als sehr gut oder gut. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative IMAS-Umfrage im Auftrag der Altstoff Recycling Austria AG (ARA).
Rund 2,2 Millionen Haushalte nutzen mittlerweile den Gelben Sack, mehr als die Hälfte aller Haushalte in Österreich. Gemeinsam mit rund 280.000 Gelben Tonnen ist damit ein flächendeckender Zugang zur Verpackungssammlung gewährleistet. Die Vereinfachung zeigt Wirkung: 2025 wurde bei Kunststoff- und Metallverpackungen, die nicht dem Einwegpfand unterliegen, ein Sammelplus von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt.
Hohe Akzeptanz trotz Systemumstellung
2025 brachte gleich zwei große Neuerungen: Neben der einheitlichen Sammlung wurde auch das Einwegpfand auf Kunststoffflaschen und Getränkedosen eingeführt. Diese Verpackungen werden weiterhin recycelt, gelangen nun jedoch über einen eigenen Rückgabeweg in den Kreislauf. Dadurch sank die Gesamtmenge im Gelben Sack und in der Gelben Tonne von 231.000 Tonnen im Jahr 2024 auf rund 210.000 Tonnen im Jahr 2025.
„Trotz dieser Veränderungen bleibt das Engagement der Bevölkerung hoch“, betont ARA-Vorstandssprecher Harald Hauke. 91 Prozent der Befragten bewerten die getrennte Verpackungssammlung grundsätzlich positiv, mehr als ein Viertel kann sich sogar vorstellen, künftig noch genauer zu trennen. Besonders motiviert zeigen sich Steirer:innen, Wiener:innen und Vorarlberger:innen.
Einfach, praktisch und alltagstauglich
Für 71 Prozent der Befragten bedeutet die getrennte Sammlung weiterhin keinen zusätzlichen Zeitaufwand. Auch die Infrastruktur wurde verbessert: Die durchschnittliche Entfernung zur nächsten Gelben Tonne konnte im Vergleich zum Vorjahr auf 164 Meter reduziert werden. Hauptgrund für die hohe Zustimmung ist laut Umfrage die einfache und praktische Handhabung des neuen Systems.
63 Prozent der Österreicher:innen vergeben für die Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen sogar die Bestnote „Sehr gut“. Regional liegt die Steiermark an der Spitze, während auch in Niederösterreich mehr als die Hälfte der Befragten sehr zufrieden ist.
„Das neue System braucht etwas Zeit, bis es vollständig verinnerlicht ist“, so Hauke. „Mit weiterer Bewusstseinsarbeit rechnen wir künftig mit noch höheren Sammelmengen und steigender Zufriedenheit. Denn funktionierende Kreislaufwirtschaft gelingt nur, wenn alle mitmachen.“