Eine Million Kilometer - Null Kompromisse: Oberösterreichischer Familienbetrieb revolutioniert den Güterverkehr
Saxen (OÖ) - Die Schlager Transport Logistik GmbH hat mit fünf Elektro-LKW innerhalb von nur 20 Monaten mehr als eine Million Kilometer im realen Transporteinsatz zurückgelegt - und zeigt damit, dass klimafreundliche Logistik nicht irgendeine Vision, sondern Gegenwart ist.
Der Betrieb spart damit 240.000 Liter Diesel ein und ersetzt diesen vollständig durch Ökostrom. Rund 60 Prozent der Energie stammt direkt vom eigenen Firmendach - aus einer 765-kWp-Photovoltaikanlage, unterstützt durch einen 1,6-MW-Energiespeicher, der Lastspitzen puffert und das Stromnetz entlastet.
„Wir können am Firmengelände kein Öl bohren – aber wir können Strom produzieren. Das ist ein echter Gamechanger“, sagt Geschäftsführer Hubert Schlager.
Seine Aussage bringt das Herzstück der Transformation auf den Punkt: Wertschöpfung bleibt erstmals im Land, Energie wird lokal erzeugt – statt importiert.
Elektro-LKW im Härtetest: 1.000.000 Kilometer, Alltagsbetrieb, jedes Wetter
Was vor zwei Jahren als mutiger Schritt eines mittelständischen Betriebs galt, ist heute ein Branchenbeweis:
E-LKW funktionieren - und zwar im täglichen, anspruchsvollen Einsatz.
Jeder der fünf Fahrzeuge fährt 125.000 Kilometer pro Jahr. Mit Reichweiten um 500 Kilometer, Schnellladeleistungen von bis zu 400 kW und Ladezeiten von rund 60 Minuten sind die E-LKW im Verteiler- und Regionalverkehr voll einsatzfähig.
„Eine Million Kilometer im harten Transporteinsatz zeigen klar: Elektro-LKW funktionieren – heute, nicht erst irgendwann“, betont Geschäftsführerin Regina Schlager.
Die Einsatzgebiete reichen von Baustofflogistik über Lebensmitteltransporte bis zur Eventtechnik. Besonders bemerkenswert: Seit 20 Monaten werden alle oberösterreichischen Verteilerzentren für Tageszeitungen nachts zu 100 % elektrisch beliefert.
95 Prozent der Fahrten finden innerhalb Österreichs statt – ein klares Signal für die praktische Machbarkeit elektrischer Logistik.
Ein Energiekonzept, das Maßstäbe setzt
Dass Schlager so schnell starten konnte, ist auch einem Partner zu verdanken: dem regionalen Netzbetreiber Clamstrom, im Besitz von Carl Philip Clam.
Während anderswo Elektrifizierungsprojekte aufgrund von Trafomangel und Netzverstärkungen jahrelang verzögert werden, wurde in Saxen ein Musterbeispiel geschaffen: leistungsfähige Ladeinfrastruktur, lokal umgesetzt, ohne Großkonzern im Hintergrund.
„Für uns ist Elektromobilität kein Experiment, sondern die energieeffizienteste und klimafreundlichste Art, Güter zu bewegen“, sagt Gloria Schlager.
Transport, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit - kein Widerspruch
Das Modell funktioniert nicht nur ökologisch, sondern wirtschaftlich:
Durch eigene Energieerzeugung sinkt die Abhängigkeit von internationalen Preisschwankungen, Betriebs- und Energieplanung werden verlässlicher – ein entscheidender Vorteil in volatilen Zeiten.
„Wir beweisen täglich, dass wirtschaftlicher Transport und Klimaschutz vereinbar sind. Die Zukunft fährt elektrisch“, so Hubert Schlager.
Nächster Schritt: Flottenerweiterung 2026 - und volle Emissionsfreiheit bis 2030
Schon im Jänner 2026 folgen sechs weitere Elektro-LKW der neuesten Generation (MAN eTGX und Mercedes-Benz eActros 600). Sie werden jährlich zusätzliche 720.000 elektrische Kilometer leisten.
Der langfristige Kurs ist klar gesteckt:
Bis 2030 will Schlager vollständig emissionsfrei fahren.
Unterstützt durch Photovoltaik, Energiespeicher und intelligentes Lastmanagement.
Ein Vorzeigeprojekt für ganz Österreich
Was die Schlager Transport Logistik GmbH zeigt, ist mehr als ein technischer Erfolg:
Es ist ein Wirtschafts- und Klimamodell, das mittelständischen Betrieben Mut macht. Ein Beweis, dass die Zukunft des Güterverkehrs nicht nur sauberer, sondern stabiler und unabhängiger sein kann.
E-LKW rollen bereits über Österreichs Straßen – millionenfache Kilometer, rein elektrisch.