Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

Eine Bremse für E-Mobilität?  Regierung riskiert Klimaziele – und erntet berechtigten Widerstand 

29.04.2026

Ausgerechnet Elektroautos sollen belastet werden - statt fossile Subventionen abzuschaffen!

BremseEAUto.jpg
Eine Bremse für Elektromobilität © Bundesverband nachhaltige Mobilität KI gen.

Wien – Was als Sparmaßnahme verkauft wird, entwickelt sich zum politischen Zündstoff: Die geplante Einführung eines Sachbezugs für Elektro-Dienstfahrzeuge im Doppelbudget 2027/2028 sorgt für scharfe Kritik – nicht nur aus der Wirtschaft, sondern auch von Umweltorganisationen und Mobilitätsverbänden. 
 

Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, warnt unmissverständlich: Die derzeitige Sachbezugsbefreiung sei ein „zentrales Instrument der Klima-, Mobilitäts- und Standortpolitik“. Wer hier eingreife, bremse nicht nur den Umstieg auf emissionsfreie Mobilität – sondern schade auch dem Wirtschaftsstandort Österreich.

Denn gerade Dienstfahrzeuge gelten als Motor der Verkehrswende: Sie werden intensiver genutzt und gelangen rasch in den Gebrauchtwagenmarkt – und damit zu privaten Haushalten. Ein funktionierender Kreislauf, der durch steuerliche Unsicherheit ins Wanken geraten könnte.
 

Breiter Widerstand formiert sich
 

Die Kritik geht jedoch weit über die Autoimporteure hinaus:
Auch der Bundesverband nachhaltige Mobilität und der Bundesverband eMobility Austria warnen eindringlich vor der Abschaffung der derzeit bestehenden Sachbezugsbefreiung für Elektrofahrzeuge.

Doris Holler-Bruckner, Präsidentin des Bundesverbands nachhaltige Mobilität, findet deutliche Worte: "Das wäre ein vehementer Rückschritt in der aktuellen Entwicklung! Die geplante Maßnahme würde genau jene bestrafen, die bereits in klimafreundliche Technologien investieren. Für Unternehmen ist  die bestehende Regelung einer der wichtigsten Gründe, um  überhaupt auf Elektromobilität umzusteigen." 

Mit einer Änderung der derzeitigen Situation würden neue Investitionen in Elektrofahrzeuge gebremst werden. Österreichs Klimaziele geraten außer Reichweite.  Besonders brisant: Während klimaschädliche Subventionen  für fossile Energieträger nur zögerlich reduziert werden,  und die Spritpreisbremse wahrscheinlich sogar verlängert wird, soll ausgerechnet bei funktionierenden Anreizen für Elektroautos gekürzt werden.

Ein Milliardenrisiko für Österreich

Die Zahlen sind alarmierend: Der Rechnungshof warnte bereits davor, dass das Verfehlen der Klimaziele Österreich bis zu 9 Milliarden Euro kosten könnte. Auch das Umweltbundesamt sieht ohne zusätzliche Maßnahmen massive Zielverfehlungen –  vor allem  im Verkehrssektor.

Mehr noch: Elektromobilität ist nicht nur Klimaschutz, sondern auch geopolitische Strategie. Weniger Abhängigkeit von fossilen Importen bedeutet mehr Stabilität und Wertschöpfung im Inland. Gerade in der aktuellen Lage verringert jeder Umstieg auf ein Elektroauto die Abhängigkeit Österreichs von fossiler Energie aus dem Ausland. 

Auch aus der Opposition kommt scharfe Kritik. Der grüne Budgetsprecher Jakob Schwarz spricht von einem „Frontalangriff auf die Verkehrswende“. Es sei widersinnig, E-Autos stärker zu belasten, während Benzin und Diesel ohnehin teurer und knapper werden.

Sein Vorwurf: Die Regierung betreibe kurzfristige Budgetpolitik auf Kosten langfristiger Klimaziele – und verspiele damit Vertrauen sowie Planungssicherheit für Unternehmen. 

Die  Lage ist  klar:
Auf der einen Seite ein Sparpaket, das kurzfristig Budgetlöcher schließen soll.
Auf der anderen Seite eine breite Allianz aus Wirtschaft, Umweltverbänden und Opposition, die vor langfristigen Schäden warnt.

Eines scheint wesentlich: Diese Entscheidung  ist  weit mehr als eine steuerliche Detailfrage des künftigen Budgets der Bundesregierung.  Sie wird zum Gradmesser dafür, wie ernst Österreich es mit der Verkehrswende und seinen Klimazielen wirklich meint. Denkt man in die Zukunft, sollten zuerst alle Unterstützungen für fossile Energien gestrichen werden.

Wird nicht umgedacht, kommt später die eigentliche Rechnung  – ökologisch und finanziell!  

  • Drucken
  • Empfehlen
29.04.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Neue Verkehrsregeln ab Mai: Mehr Sicherheit und weniger Verkehr in Städten

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Gürtel Bike Ride: Radschnellweg jetzt!

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 12. Juni 2026, 69.368 Artikel Online

Weitere Themen

  • 4 Milliarden Dollar Chance: Neuer Bericht sieht Milliardenpotenzial für E-Auto-Ladeinfrastruktur in Schwellenländern
  • Grüne kritisieren Mobilitätsbudget: „Absage an Verkehrswende und Öl-Unabhängigkeit“
  • Tempolimit statt Tankrabatt: Die einfachste Antwort auf die fossile Krise
  • Älteste Brauerei der Welt setzt auf voll elektrifiziertes Energie- und Ladezentrum für E-Lkw
  • 40.000 Kinder geschult: Aktion „Meine Busschule“ feiert 10 Jahre
  • E-Wirtschaft: Falsches Signal bei E-Dienstwägen
  • EU-Rechnungshof: Westbalkan-Anbindung an europäisches Verkehrsnetz verläuft zu langsam
  • Diess: Revolutionärer E-Traktor soll 2027 auf den Markt kommen
  • Miskolc setzt auf intelligente Mobilität: Einfacher umsteigen, weniger Auto
  • Vehemente Kritik am geplanten Sachbezug für Elektro-Firmenwagen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.708 Artikel | Seite 1 von 1.171

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
BremseEAUto.jpg

Eine Bremse für Elektromobilität © Bundesverband nachhaltige Mobilität KI gen.