Ein paar Highilights von der heutigen Renewables Konferenz
Zweifelsfrei der interessantere Teil der Konferenz begann nach dem Mittagessen. Vor allem waren dann die Vorträge auf Deutsch und wurden für die nicht–deuschsprachigen TeilnehmerInnen übersetzt. Am Vormittag war es umgekehrt: Ein meist holpriges typisches österreich–Englisch wurde für die Masse der Teilnehmer, ins Deutsche übersetzt.
Die Wirtschaftskammer & die Erneuerbaren …
Enttäuschend, aber immerhin ehrlich war der dort vertretene Zuständige für die Umweltpolitik in der Wirtschaftskammer – Stephan Schwarzer. Seine Botschaft aus einem Kurz–Interview: "Die Ökostrom–Gesetz–Novelle ist ein Kompromiss verschiedener Interessen. Ich sehe es nicht so schwarz, wie es gestern gesagt wurde (Anm. der Redaktion: Bei der gestrigen Pressekonferenz). Die Kosten, die durch den bisherigen Ökostrom–Zuwachs entstanden, sind Standort–gefährdend für die Energie–intensive Industrie". Er drückt damit leider die Haltung der Wirtschaftskammer aus: Auf die Interessen der uns permanent mit Abwanderung drohenden (erpressenden) energie–intensiven Industrie wird Rücksicht genommen, aber die 28.000 Arbeitsplätze in der heutigen Ökoenergie–Branche können weiterhin auf keine deutliche Interessensvertretung in der Wirtschaftskammer hoffen. Hier kann nur das Ziel sein, sich als Ökoenergie–Branche selbst zu organisieren. Dazu müsste allerdings die Zwangsmitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer fallen, was hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit ist.
Besondere Highlights waren vier Präsentationen am Nachmittag:
Ulfert Höhne von der oekostrom AG, der auch die weiteren Präsentationen moderierte, hat wieder sein rhetorisches Talent spielen lassen und die Anwesenden aufgefordert selbst aktiv auf die Politiker zuzugehen. Seine Botschaft: "Wir als Aktiengesellschaft werden in der nächsten Zeit aufgrund der schlechten politischen Rahmenbedingungen in Österreich nicht investieren. Unser Fokus wird auf die neuen EU–Staaten liegen". Eines seiner Lieblings–Statements war: "The question of power is a question of power" – Die Energie–Frage ist eine Macht–Frage. oekostrom – Präsentationen sind auf alle Fälle immer einen Besuch wert, um nicht zu vergessen, dass der oekostrom ja nicht von alleine kommt, und man was dafür tun muss – z.b. Umsteigen auf die oekostrom AG.
Ein zweites Highlight war der Bericht der Firma Repotec. Hr. Aichernig berichtete von den aktuellen Forschungen zur direkten Umwandlung von Biomasse in Wasserstoff. Auch gab er Infos über Anlagenkonzepte – so wird in kürze ein ORC–Prozess mit einem elektrischen Wirkungsgrad von über 30 Prozent angestrebt.
Und was ein Blue Tower ist, wurde von Hr. Mayer anschaulich demonstriert. Ein Blue Tower ist optisch ein Design–Element, aber "im Inneren" eine neuartige Form der Biomasse–Verbrennung – ähnlich dem Wirbelschichtverfahren. Statt Sand (wie bei der WS) werden allerdings Keramik–Kugeln eingesetzt. Mal sehen, ob sich diese Technik durchsetzt.
Erfrischend war die Vorstellung des Energiepark Bruck an der Leitha von Fr. Prechtl. Dies ist wohl die erfreulichste Meldung in der letzten Zeit, denn die Gemeinde wird Ende des Jahres 100% energie–autark sein – zumindest im Strom–Bereich. Der Strom kommt aus Windparks und einer Biogas–Anlage. Auch im Wärme– und Treibstoff–Sektor wurde einiges erreicht: Ein Biomasse–Heizwerk deckt 14% des gesamten Brucker Wärme–Bedarfs. Und die Biodiesel–Produktion erzeugt Treibstoff, der der Hälfte des verbrauchten Treibstoffs entspricht. Doch damit noch nicht genug, wurde vor kurzem das Ziel gesetzt das gesamte Auland Carnuntum (16 Gemeinden) energie–autark zu machen.
Alles in allem eine äussert gelungene Konferenz. Für alle, die bis Freitag keine Zeit haben, an der Konferenz teilzunehmen, gibt es die Möglichkeit am Samstag an einer mit Bussen durchgeplanten Exkursion teilzunehmen. Primäres Ziel wird das technische Wunderwerk in Güssing sein – die Biomasse–KWK–Anlage.
Ein zweites Highlight war der Bericht der Firma Repotec. Hr. Aichernig berichtete von den aktuellen Forschungen zur direkten Umwandlung von Biomasse in Wasserstoff. Auch gab er Infos über Anlagenkonzepte – so wird in kürze ein ORC–Prozess mit einem elektrischen Wirkungsgrad von über 30 Prozent angestrebt.
Und was ein Blue Tower ist, wurde von Hr. Mayer anschaulich demonstriert. Ein Blue Tower ist optisch ein Design–Element, aber "im Inneren" eine neuartige Form der Biomasse–Verbrennung – ähnlich dem Wirbelschichtverfahren. Statt Sand (wie bei der WS) werden allerdings Keramik–Kugeln eingesetzt. Mal sehen, ob sich diese Technik durchsetzt.
Erfrischend war die Vorstellung des Energiepark Bruck an der Leitha von Fr. Prechtl. Dies ist wohl die erfreulichste Meldung in der letzten Zeit, denn die Gemeinde wird Ende des Jahres 100% energie–autark sein – zumindest im Strom–Bereich. Der Strom kommt aus Windparks und einer Biogas–Anlage. Auch im Wärme– und Treibstoff–Sektor wurde einiges erreicht: Ein Biomasse–Heizwerk deckt 14% des gesamten Brucker Wärme–Bedarfs. Und die Biodiesel–Produktion erzeugt Treibstoff, der der Hälfte des verbrauchten Treibstoffs entspricht. Doch damit noch nicht genug, wurde vor kurzem das Ziel gesetzt das gesamte Auland Carnuntum (16 Gemeinden) energie–autark zu machen.
Alles in allem eine äussert gelungene Konferenz. Für alle, die bis Freitag keine Zeit haben, an der Konferenz teilzunehmen, gibt es die Möglichkeit am Samstag an einer mit Bussen durchgeplanten Exkursion teilzunehmen. Primäres Ziel wird das technische Wunderwerk in Güssing sein – die Biomasse–KWK–Anlage.