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Effiziente Lösungen im Fokus: Neueste Forschung zur Reduzierung von Reifenabrieb bei E-Fahrzeugen

26.02.2025

Die Einflussfaktoren von Reifenabrieb werden detailliert untersucht.

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Gummiabrieb bei typischer Reifenverschleißrate (30 g pro 1000 km) – im Projekt RAMUS untersuchen Forschende Entstehungsfaktoren und Einflussgrößen. © Martin Gießler, KIT

Beim Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn entstehen nach Schätzung des deutschen Umweltbundesamtes allein in Deutschland jährlich mindestens 100 000 Tonnen Reifenabrieb, was in etwa einem Drittel der jährlich freigesetzten Mikroplastik-Emissionen in Deutschland ist.  

Das ist der Grund für die Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM)  sich  dieser Problematik zu widmen und  den Reifenabrieb speziell bei elektrifizierten Fahrzeugen zu  testen.

Im Rahmen des Projekts RAMUS (Reifenabriebsmessung und Simulation) untersuchen die Forschenden die Einflussfaktoren des Reifenabriebs und entwickeln ein Prognosemodell. Auf Basis von realen Verkehrsdaten und simulierten Testläufen am Prüfstand werden die Abriebmengen unter unterschiedlichen Betriebsbedingungen analysiert.

Ein entscheidender Fortschritt in der Regulierung des Reifenabriebs wird durch die Euro-7-Norm erreicht, die ab 2028 erstmals Grenzwerte für den Abrieb von PKW-Reifen einführt. Ziel des Projekts ist es, Lösungen zu finden, um die Mikroplastikbelastung durch den Reifenabrieb nachhaltig zu reduzieren.

„Im Gegensatz zu bisher im Fokus stehenden Verschmutzungsquellen wie Abgasen sind die Einflüsse auf den Entstehungsprozess noch wenig erforscht“, erklärt Dr. Martin Gießler vom KIT. Durch die Untersuchung von Faktoren wie Fahrzeuggewicht, Fahrverhalten und Straßenbedingungen hoffen die Forschenden, neue Erkenntnisse zu gewinnen und effektive Strategien zur Minimierung des Reifenabriebs zu entwickeln und genauer zu wissen, wie verschiedene Faktoren – die Art des Reifens, die Belastung, das Fahrzeug oder die Fahrweise – den Reifenabrieb beeinflussen.

Die Ergebnisse des Projekts werden nicht nur in wissenschaftlichen Publikationen, sondern auch auf einer frei zugänglichen Plattform der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, um die Forschungsergebnisse transparent und nachvollziehbar zu machen.

Das Projekt RAMUS, gefördert durch das deutsche Bundesministerium für Digitales und Verkehr, läuft von Dezember 2024 bis 2026 und verspricht wertvolle Erkenntnisse für eine sauberere und nachhaltigere Mobilität der Zukunft.

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26.02.2025
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