Earth Night 2026: Eine Nacht für die Dunkelheit
Denn künstliches Licht ist längst allgegenwärtig. Straßen, Gebäude, Gärten, Werbeanlagen und Schaufenster werden häufig auch dann beleuchtet, wenn das Licht niemand benötigt. Vieles davon strahlt die ganze Nacht hindurch – und erhellt damit den Himmel weit über den eigentlichen Beleuchtungsort hinaus.
Licht zur falschen Zeit hat Folgen
Zu viel künstliches Licht ist nicht nur eine Frage des Energieverbrauchs. Licht zur falschen Zeit kann das natürliche Gleichgewicht der Nacht stören. Tiere orientieren sich an natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmen, nachtaktive Insekten werden von Lichtquellen angezogen, Vögel können in ihrem Verhalten beeinflusst werden und auch Pflanzen reagieren auf veränderte Lichtverhältnisse.
Die Earth Night will deshalb das Bewusstsein dafür schärfen, dass die natürliche Dunkelheit ein wichtiger Bestandteil unserer Umwelt ist – und nicht etwas, das wir die ganze Nacht über mit künstlichem Licht verdrängen müssen.
Oft lässt sich Lichtverschmutzung einfach reduzieren
Dabei geht es nicht darum, überall auf Beleuchtung zu verzichten. Vielmehr soll nur dort, nur so lange und nur so hell beleuchtet werden, wie es tatsächlich notwendig ist.
Schon einfache Maßnahmen können helfen: Bewegungsmelder statt Dauerbeleuchtung, Dämmerungs- oder Zeitschalter, eine gezielte Lichtlenkung und gut abgeschirmte Leuchten verhindern, dass Licht unnötig in den Himmel oder in die Umgebung strahlt.
Gerade bei Außenbeleuchtung lässt sich damit häufig gleichzeitig Energie sparen und die Lichtverschmutzung reduzieren.
Dunkle Nächte sind wertvoll
Die Earth Night möchte langfristig erreichen, dass der nächtliche Lichtverbrauch deutlich zurückgeht – vor allem dort, wo Licht schlicht verschwendet wird. Gleichzeitig soll die natürliche Dunkelheit wieder stärker als etwas Wertvolles wahrgenommen werden.
Denn eine wirklich dunkle Nacht ist mehr als fehlende Beleuchtung: Sie ist Lebensraum, Teil natürlicher Rhythmen und ein Stück Natur, das zunehmend selten wird.
Am 11. September heißt es daher: Licht aus, Sterne an.