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E-Mobilität wird Standard bei Hotels - Politik muss nachziehen

26.11.2025

E-Mobilität ist in Österreichs Hotellerie längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein handfester Wettbewerbsvorteil.

Umfrage.png
© ÖHV
Eine aktuelle  Umfrage  der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV)  zeigt: 84 Prozent der befragten Hotels betreiben bereits eigene E-Ladestationen. Und das ist kein Zufall – immer mehr Gäste reisen elektrisch an und erwarten selbstverständlich, ihr Fahrzeug vor Ort laden zu können.

„E-Mobilität ist fixer Bestandteil moderner Gästebetreuung“, sagt ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer. „Wer seine Gäste bestmöglich versorgen will, braucht ein zeitgemäßes Ladeangebot.“ Die meisten Häuser verfügen über ein bis fünf Ladepunkte, weitere sechs Prozent planen eine baldige Umsetzung. Lediglich rund zehn Prozent können, meist aufgrund fehlender Flächen, derzeit keine Infrastruktur errichten. 

 

Hürden hoch, Wille stark: Hotels investieren – trotz Stolpersteinen 

So groß die Bereitschaft, so groß auch die Herausforderungen: Investitions- und Energiekosten sind laut Umfrage die dominierenden Sorgen. Besonders kleinere und mittelgroße Betriebe stoßen an Grenzen.
 

Gratzer fordert daher gezielte Entlastung: „Die Hotellerie ist bereit zu investieren, aber Bürokratie und komplizierte Abrechnungsmodelle bremsen. Hier braucht es dringend klare Rahmenbedingungen.“
Mehr als die Hälfte der Hotels wünscht sich einfachere Abrechnungssysteme und weniger Verwaltungsaufwand.
 

Gleichzeitig zeigen die Betriebe Innovationsbereitschaft: 48 Prozent setzen bereits auf aktives Energiemanagement. Intelligentes Lastmanagement wird zur Schlüsselfunktion, erklärt Gratzer: „Wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden, steigen die Spitzenlasten. Smarte Systeme verteilen Energie bedarfsgerecht, schützen Netze und senken Gebühren.“ 

 

Nachhaltigkeit wird zur Buchungsentscheidung


Die Branche weiß: Wer nachhaltige Angebote hat, punktet bei Gästen.
73 Prozent der Hotels halten E-Mobilität für „wichtig“ bis „sehr wichtig“ in Hinblick auf zukünftige Gästewünsche. Besonders die An- und Abreise verursacht im Tourismus den größten CO₂-Fußabdruck – Ladeinfrastruktur wirkt hier unmittelbar.

Rund ein Fünftel der Betriebe prüft bereits, Solarstrom oder Batteriespeicher in ihre Ladelösungen zu integrieren. Für Gratzer ist das ein deutliches Signal: „Die Hotellerie übernimmt Verantwortung. Diese Investitionen zahlen sich doppelt aus – für den Betrieb und für den Standort Österreich.“ 

 

Politik am Zug: Zukunftstechnologien brauchen Rückenwind 

Die ÖHV fordert daher weiterhin gezielte Förderungen, einfache Verfahren und eine bessere Abstimmung zwischen Energie- und Tourismuspolitik. Der ab November 2025 erhöhte Investitionsfreibetrag sei ein „wichtiger erster Schritt“, aber eben nur ein Anfang.

Die Hotels liefern – flächendeckend und mit hoher Investitionsbereitschaft.
Jetzt muss die Politik nachziehen, damit E-Mobilität nicht nur Trend bleibt, sondern zum echten Standortvorteil für den Tourismus wird.

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