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E–Mobilität: Crowd–Test widerlegt Ergebnisse einer Autozeitung

30.08.2014

Vergleichstest bringt vollends andere Reichweiten als "Härtetest"

© TFF / Ankunft Tesla Model S Fahrer Eberhard Mayer
© TFF / Ankunft Tesla Model S Fahrer Eberhard Mayer
Es war unendich spannend: Letzte Woche luden E–Mobilisten unter Federführung von TFF (Tesla Fahrer und Freunde e.V.) zum "Vergleichstest" der Reichweite von Elektroautos nach Hilden ein.
Der Hintergrund: „auto, motor und sport„ berichtete in Ausgabe 16/2014 über einem angeblichen Härtetest von Elektro–Autos zur Reichweite – mit verheerenden Ergebnissen. So wurde von „auto, motor und sport„ für den Tesla Model S eine Reichweite von nur 184 km bei konstant 120 km/h ermittelt. Dies bewog den
Zukunftsforscher Lars Thomsen, Gründer und Chief Futurist von future matters, spontan dazu, der Zeitschrift eine Wette anzubieten.
Sein Wetteinsatz war ein Tesla Model X im Wert von 120.000 €, wenn sich die Messergebnisse unter realen Bedingungen bestätigen. Nach spontaner Zusage hat
„auto motor und sport„ jedoch gekniffen und die Wette abgesagt.
Kein Wunder, betragen doch die Reichweiten in der Praxis bei dieser Geschwindigkeit 350 bis 380 km. Und genau das sollte der erste Crowd–Test mit 40
E–Fahrzeugen von 7 Herstellern am 23.8. eindrucksvoll beweisen. Start und Ziel war der Ladepark Kreuz–Hilden/Ihr Bäcker Schüren in Hilden.
Das Ergebnis: bis zu 97 % weiter
Statt der in der Autozeitschrift veröffentlichten 184 km Reichweite beim Tesla Model S wurden von sechs Fahrern unter realen Bedingungen 363,5 km (= + 97 %) erreicht. Sämtliche getesteten E–Fahrzeuge (Nissan Leaf, BMW i3, Smart eD, VW eGolf, Tesla Model S) fuhren in der Realität erheblich weiter, als von der Autozeitschrift verbreitet.
Außerdem war es vier Fahrern mit Tesla Model S möglich, die Werksangabe von 502 km deutlich zu überschreiten: –
Michael Manger: 558 km, Restreichweite: 10 km
Nils Jünger: 530,9 km, Restreichweite: 0 km
Eberhard Mayer: 514,9 km, Restreichweite: 0 km
Klaus Kuttig: 501 km, Restreichweite: 23 km
Die Resonanz auf den Vergleichstest war überaus positiv. Viele interessierte Gäste haben die Veranstaltung besucht und die spannenden Ergebnisse verfolgt. Dabei ist das Thema Elektromobilität nicht nur aus technischer Sicht von Interesse. Die Elektro–Auto–Fahrer haben gezeigt, dass sie vom Renault–Twizy– bis zum Tesla–Fahrer an einem Strang ziehen und eine tolle Gemeinschaft bilden. Die Teilnehmer reisten aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden an, um mit der Vergleichsfahrt zu zeigen, welche Reichweiten in der Realität wirklich möglich sind.
"Elektroautos muss man anscheinend richtig fahren können. Vielleicht sollten wir die Tester aus der Zeitung in eine Elektrautofahrschule schicken. In Österreich werden solche Fahrkurse für E–Autos in Fahrschulen bereits angeboten." meinte dazu einer der E–Mobilisten, der vor kurzem mit seinem Elektroauto in Österreich unterwegs war.
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30.08.2014 | Autor*in: holler
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