Drei Milliarden für den Klimaschutz: Fünf Maßnahmen, die sofort Budget und Umwelt entlasten könnten
Mit einer gezielten Reform klimaschädlicher Subventionen und einer Anpassung bestehender Steuern könnte Österreich jährlich über 3 Milliarden Euro einsparen und gleichzeitig wirksamen Klimaschutz vorantreiben. Ein neuer Policy Brief des Momentum Institut zeigt, wie groß das Potenzial bereits bei nur fünf ausgewählten Maßnahmen ist.
Die fünf zentralen Vorschläge:
- Abschaffung des Dieselprivilegs
- Ende des Dienstwagenprivilegs
- Ökologisierung der Pendelförderung
- Faire Besteuerung des Flugverkehrs
- Abschaffung des Steuerprivilegs für Pick-ups
Milliardenschwere Einsparungen – mit klarer Klimawirkung
Schon diese fünf Reformen im Bereich umweltschädlicher Subventionen ergeben ein Einsparungspotenzial von über 3 Milliarden Euro pro Jahr. Das Diesel- und das Dienstwagenprivileg verursachen jeweils rund 500 Millionen Euro an jährlichen Kosten. Noch größer ist das Volumen im Flugsektor:
Eine modernisierte Flugabgabe nach deutschem Vorbild könnte 930 Millionen Euro einbringen.
Die Besteuerung von Kerosin mit der Mineralölsteuer weitere 580 Millionen Euro jährlich.
Auch bei der Pendelförderung steckt großes Potenzial. Zwar kostet die geplante Erhöhung des Pendeleuros ab 2026 rund 200 Millionen Euro jährlich – steigend auf etwa 700 Millionen bis 2029. Doch eine vollständige Ökologisierung des gesamten Systems könnte zusätzlich 244 Millionen Euro jährlich sparen.
Ein weiteres Beispiel: Die Wiedereinführung der NoVA für Pick-ups würde 200 bis 400 Millionen Euro einbringen – im Schnitt 300 Millionen Euro jährlich.
Alle vorgeschlagenen Maßnahmen entlasten nicht nur das Budget, sondern setzen auch klare Anreize für klimafreundliches Verhalten: weniger fossile Subventionen, weniger Verzerrungen, mehr Fairness. Der Policy Brief zeigt damit deutlich, dass finanzielle Stabilität und Klimaschutz keine Gegensätze sind – sondern sich gegenseitig stärken.
Download: Policy Brief „5 Maßnahmen für budgetwirksamen Klimaschutz“