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Donau: ganzjährige Befahrbarkeit bleibt Illusion

05.05.2007

Gegen unangebrachte Panikmache im Zusammenhang mit den derzeit herrschenden Wasserständen an der Donau spricht sich die Umweltorganisation VIRUS aus

Wie mittlerweile auch der im Dienstag–Kurier zitierte Obmann des Fachverbandes der Schifffahrtsunternehmen, Wolfram Mosser in einer Richtigstellung darlegte, sind derzeit keinesfalls historische Niedrigwasserstände gegeben.
Die Umstände dieser Kehrtwendung sind allerdings, wie VIRUS–Sprecher Wolfgang Rehm betont, kurios: „Entweder hat der Redakteur tatsächlich viel Phantasie eingesetzt oder die umfangreiche Gegendarstellung des Herrn Mosser ist der Rückzieher des Jahrzehnts„. Im Gegensatz zu verbreiteten Darstellungen als Flaschenhals verweist VIRUS auf eine EU–Studie, die der Nationalparkstrecke östlich von Wien die größte Transportkapazität zwischen Kelheim und Budapest bescheinigt. „Die Wasserstände lagen 2007 bisher durchwegs über dem sogenannten Regulierungsniedrigwasser. In wirklichen Trockenjahren wie 2003 sanken sie monatelang unter diesen Wert, der nicht selten fälschlicherweise als garantierte Mindestwassertiefe aufgefasst wird,„ so Rehm. Zu Jahresbeginn 2006 sorgte zum letzten Mal Eisbildung – hier sind Schleusen und Stauräume besonders anfällig – für eine 14–tägige Donau–Sperre und auch Hochwasserereignisse tragen laut VIRUS dazu bei, dass eine „Ganzjährige Befahrbarkeit„, wie sie immer wieder propagiert wird auch in Zukunft illusorisch bleiben muss.
VIRUS warnt daher vor überzogenen Erwartungen an Ausbaumaßnahmen – auch harte flußbauliche Regulierungsmaßnahmen könnten nichts an der grundsätzlich eingeschränkten Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Donau für das Binnenschiff, das trotz Potenzials ihre Nischenrolle im Konzert der Verkehrsträger behalten wird, ändern. „Anstatt mit den Ansprüchen dann doch wieder an dieser Realität zu scheitern, sollte man die Chance, das Flussbauliche Gesamtprojekt grundlegend zu verbessern, nützen. Erfreulich ist hingegen, dass nun offenbar auch in breiteren Kreis die Bedeutung einer nachhaltigen und ökologisch sinnvollen Erhaltung der Furten erkannt wird„ so Rehm abschließend.
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05.05.2007 | Autor*in: holler
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