Distanzierung Häupls vom Bau der umstrittenen Lobau–Autobahn
Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die gestern publik gemachte Einsicht von Wiens Bürgermeister Michael Häupl, dass die geplante Transit–Schneise Lobau–Tunnel de facto nicht finanzierbar ist. „Auch wenn die Argumente Gesundheit der Menschen und Umweltschutz schwerer wiegen sollten, so gratulieren wir dennoch Bürgermeister Häupl zur Einsicht, dass die Lobau–Autobahn keinen Sinn macht„, sagt Heinz Högelsberger, GLOBAL 2000 Verkehrsreferent. Mit dieser Meinung schließt sich Häupl der Kernaussage des bislang unveröffentlichten Monitoring–Berichts zur SUPer NOW (Strategische Umweltprüfung Nordosten Wien) an. „Wenn selbst Experten der Gemeinde Wien sich in einem Gutachten gegen die geplante Lobau–Autobahn aussprechen, dann fragen wir UmweltschützerInnen uns, warum immer noch politisch Verantwortliche den Start der umstrittenen Lobau–Autobahn befürworten!„ GLOBAL 2000 fordert Noch–Minister Gorbach und Bürgermeister Häupl dazu auf, die Planungen sofort einzustellen und die unnötig gewordenen Probebohrungen mitten im Nationalpark umgehend zu stoppen!
Die Kritik des Monitoring–Berichts im Wortlaut (Seite 17): „Kritisch wird vom Monitoringteam, die auf politischer Ebene beschlossene Korridorführung der S1 (…) gesehen, da dies völlig im Gegensatz zu den Erkenntnissen und Empfehlungen der SUPer NOW steht. Mit solch einer Korridorführung sind massive negative Auswirkungen auf die verkehrliche Entwicklung im 22. Bezirk zu erwarten. (…) Dadurch ist auch nicht zu erwarten, dass die Zunahmen der Verkehrsleistungen des motorisierten Individualverkehrs verringert werden kann, sondern es wird vielmehr mit einer starken Zunahme zu rechnen sein.(…) Ungelöst ist auch die Situation des Biberhaufenweges, der im Falle einer Anschlussstelle an die A22 mit massiver Verkehrsbelastung zu rechnen hat.„
Bezeichnend ist, dass dieser Bericht mit August 2006 datiert ist und bislang von der Gemeinde Wien nicht veröffentlicht wurde. „Damit platzen alle Versprechungen, die Lobau–Autobahn würde zu einer Entlastung der verkehrsgeplagten AnrainerInnen der Donaustadt führen, wie Seifenblasen. Im Gegenteil: Statt Verkehrsprobleme zu lösen würde die Lobau–Autobahn diese verschärfen„, kommentiert Högelsberger von GLOBAL 2000 die Expertenmeinung. GLOBAL 2000 fordert daher einen Planungs– und Bohrstopp für die Lobau–Autobahn und eine Rückkehr zum abgebrochenen Prozess der Strategischen Umweltprüfung.
Die Kritik des Monitoring–Berichts im Wortlaut (Seite 17): „Kritisch wird vom Monitoringteam, die auf politischer Ebene beschlossene Korridorführung der S1 (…) gesehen, da dies völlig im Gegensatz zu den Erkenntnissen und Empfehlungen der SUPer NOW steht. Mit solch einer Korridorführung sind massive negative Auswirkungen auf die verkehrliche Entwicklung im 22. Bezirk zu erwarten. (…) Dadurch ist auch nicht zu erwarten, dass die Zunahmen der Verkehrsleistungen des motorisierten Individualverkehrs verringert werden kann, sondern es wird vielmehr mit einer starken Zunahme zu rechnen sein.(…) Ungelöst ist auch die Situation des Biberhaufenweges, der im Falle einer Anschlussstelle an die A22 mit massiver Verkehrsbelastung zu rechnen hat.„
Bezeichnend ist, dass dieser Bericht mit August 2006 datiert ist und bislang von der Gemeinde Wien nicht veröffentlicht wurde. „Damit platzen alle Versprechungen, die Lobau–Autobahn würde zu einer Entlastung der verkehrsgeplagten AnrainerInnen der Donaustadt führen, wie Seifenblasen. Im Gegenteil: Statt Verkehrsprobleme zu lösen würde die Lobau–Autobahn diese verschärfen„, kommentiert Högelsberger von GLOBAL 2000 die Expertenmeinung. GLOBAL 2000 fordert daher einen Planungs– und Bohrstopp für die Lobau–Autobahn und eine Rückkehr zum abgebrochenen Prozess der Strategischen Umweltprüfung.
Verwandte Artikel
- Bundesverwaltungsgericht lässt EuGH über Lobautunnel entscheiden
- Naturzerstörung statt Klimaschutz? - Nein danke, Minister Hanke!
- Beton-Relikt oder Mobilitätszukunft? Warum die Lobauautobahn an der Realität vorbeifährt
- Lobau- Autobahn: Startschuss für Proteste
- Lobau wird betoniert, obwohl EuGH-Entscheidung ausständig ist
- ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA