Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien(current)2
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. weitere Energien

Digitaler Zwilling soll Batteriespeicher zuverlässiger machen

20.07.2026

Computermodell erkennt Fehler frühzeitig und soll so Ausfälle verhindern

newsimage425046.jpg
HM-Professor Oliver Bohlen und HM-Promovend Alexander Reiter forschen zur Resilienz von Batteriegroßspeichern © HM

Batteriegroßspeicher sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie speichern überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen und stellen ihn bei Bedarf wieder zur Verfügung. Doch mit der steigenden Größe der Anlagen wachsen auch die Anforderungen an deren Sicherheit und Zuverlässigkeit. Forschende der Hochschule München haben nun ein Computermodell entwickelt, das Fehler frühzeitig erkennt und so kostspielige Ausfälle verhindern soll.
 

Moderne Großspeicher bestehen aus Zehntausenden Lithium-Ionen-Zellen, die über viele tausend Lade- und Entladezyklen hinweg zuverlässig funktionieren müssen. Herkömmliche Batteriemanagementsysteme reagieren meist erst dann, wenn kritische Grenzwerte wie Temperatur oder Spannung überschritten werden – dann muss der Speicher häufig sofort abgeschaltet werden.
 

Das neue System setzt deutlich früher an. Im Rahmen seiner Dissertation entwickelt Alexander Reiter einen sogenannten Digitalen Zwilling, der den Batteriespeicher während des gesamten Betriebs virtuell begleitet. Das Modell simuliert in Echtzeit das Verhalten aller Zellen und vergleicht die tatsächlichen Messwerte kontinuierlich mit statistisch berechneten Sollwerten. Bereits kleine Abweichungen einzelner Zellen können so erkannt werden, lange bevor sie zu einem Ausfall des Gesamtsystems führen.
 

Grundlage des Modells sind Herstellerdaten sowie Messungen zu Kapazität, Innenwiderstand und weiteren technischen Eigenschaften der Batterie. Mithilfe statistischer Verfahren berechnet der Digitale Zwilling das erwartete Verhalten der Zellen und macht Unregelmäßigkeiten sichtbar. Dadurch lassen sich schleichende Defekte frühzeitig identifizieren und Wartungsmaßnahmen gezielt planen.
 

Nach Einschätzung von Professor Oliver Bohlen, Leiter des Forschungsbereichs Elektrische Energiespeicher an der Hochschule München, ist die Methode einfach in bestehende Systeme integrierbar. Industriepartner wie Everllence, die Batteriespeicher unter anderem für hybride Schiffe einsetzen, könnten die Technologie nutzen, um ihre Systeme noch zuverlässiger zu machen und ungeplante Ausfälle im Betrieb zu vermeiden.
 

Mit dem digitalen Abbild der Batteriespeicher könnte damit ein wichtiger Beitrag zur Betriebssicherheit künftiger Energiespeicher geleistet werden, sowohl im Stromnetz als auch in der klimafreundlichen Mobilität auf Straße, Schiene und Wasser.

Links

  • Electrical cell-to-cell variations within large-scale battery systems — A novel characterization and modeling approach doi.org/10.1016/j.est.2022.106152
  • Drucken
  • Empfehlen
20.07.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

KoNexus: Kläranlagen werden zu Bausteinen der Energiewende

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

EU setzt auf Elektrifizierung: Neuer Aktionsplan soll fossile Heizungen verdrängen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 12. August 2026, 69.893 Artikel Online

Weitere Themen

  • Tschechien: 33 Megawattstunden für ein stabiles Stromnetz
  • Großbatteriespeicher für Mühlacker: Spatenstich für 20-MWh-Anlage
  • Fernkältetag 2026: Die Zukunft des Kühlens ist effizient, intelligent und klimaneutra
  • Rechenzentren unter Druck: Strombedarf könnte sich bis 2036 verdreifachen
  • Welser Studierende analysieren Energie- und Wasserversorgung eines äthiopischen Krankenhauses
  • Österreichs größter Second-Life-Batteriespeicher startet in Wien
  • Sonnenschutz statt Klimaanlage: So bleibt es im Sommer angenehm
  • LiFePO4-Batterien im Härtetest
  • Baubeschluss für 900-MW-Batteriespeicher in Waltrop 
  • Geothermie: Neue Bohrtechnik holt mehr Wärme aus bestehenden Bohrungen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.131 Artikel | Seite 1 von 314

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
newsimage425046.jpg

HM-Professor Oliver Bohlen und HM-Promovend Alexander Reiter forschen zur Resilienz von Batteriegroßspeichern © HM