Die Woche der Temperaturrekorde: Österreich erlebte eine außergewöhnliche Hitzewelle
Besonders auffällig sind die zahlreichen neuen Temperaturrekorde: An 63 Messstationen wurde ein neuer Stationsrekord bei der Maximaltemperatur erreicht. An elf Stationen kletterte das Thermometer sogar auf 40 °C oder mehr.
Besonders außergewöhnlich: An drei aufeinanderfolgenden Tagen wurden in Österreich Temperaturen von mindestens 40 °C gemessen. Seit Beginn der historischen Aufzeichnungen im Jahr 1767 gab es in Österreich erst an sieben Tagen Temperaturen von 40 °C oder mehr – sechs dieser Tage entfallen auf das heurige Jahr, einer auf 2013!
Aber nicht nur die Tageshöchstwerte waren außergewöhnlich. Auch die Nächte brachten vielfach extreme Belastungen. An zahlreichen Messstationen wurde die wärmste Nacht seit Beginn der jeweiligen Aufzeichnungen registriert. Besonders betroffen waren das Burgenland, Niederösterreich, die Steiermark und Wien. Die zehn wärmsten Nächte konzentrierten sich auf Stationen in diesen vier Bundesländern.
An der Spitze lag Hornstein im Burgenland, wo mit 28,9 Grad eine außergewöhnlich hohe nächtliche Temperatur gemessen wurde.
Zur extremen Hitze kommt die fehlende Abkühlung durch Niederschläge. Vor allem im Osten Österreichs blieb Regen weitgehend aus. An 22 Messstationen im Burgenland, in Niederösterreich und Wien wurde während der gesamten vergangenen Woche überhaupt kein Niederschlag registriert.
Damit verschärft sich die bereits bestehende Trockenheit weiter. Die Kombination aus hohen Temperaturen, Verdunstung und fehlendem Regen belastet Böden, Landwirtschaft, Wälder und Gewässer immer mehr.
Die jüngste Hitzewelle zeigt damit wieder auf, wie sich mehrere Extreme gegenseitig verstärken können: Tage mit Temperaturen um oder über 40 Grad, außergewöhnlich warme Nächte und gleichzeitig ausbleibender Niederschlag. Gerade die fehlende nächtliche Abkühlung macht langanhaltende Hitzeperioden auch für die menschliche Gesundheit besonders belastend.