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Die Welt brennt - und die Menschen schauen weg

03.11.2025

Neue Umfrage zeigt: Klimawandel rutscht weltweit von der öffentlichen Agenda, obwohl Waldbrände, Dürren und Artensterben zunehmen.

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© Gerd Altmann pixabay.com / Waldbrand
Wien/Panama – Die Erde heizt sich auf, Wälder brennen, Arten sterben – und die öffentliche Aufmerksamkeit für den Klimawandel schrumpft weltweit. Laut der aktuellen Globalen Verbraucherumfrage 2025 von IPSOS und dem Forest Stewardship Council (FSC) nennen nur noch 31 % der Menschen weltweit den Klimawandel als ihr dringendstes Anliegen. In Österreich liegt der Wert bei 35 %, während Krieg, Konflikte und Terror mit 67 % die öffentliche Sorge anführen.
Globale Krisen verdrängen den Klimawandel von der Agenda

Die Umfrage, die mehr als 40.000 Menschen in 50 Ländern befragte, zeigt eine klare Verschiebung:

  • Krieg & Konflikte: 52 % weltweit

  • Klimawandel: 31 % weltweit

  • In Österreich: Krieg/Terror 67 %, Klimawandel 35 % 
     

Vergleicht man nur die 32 Länder, die auch davor  befragt wurden, hat sich die Besorgnislücke von 12 Punkten auf 16 Punkte vergrößert. Die Menschen priorisieren also akute Krisen wie Krieg, Inflation oder Pandemien – während die langfristige Bedrohung durch die Klimakrise ins Hintertreffen rückt. 

 

Europa: Klimasorgen sinken trotz politischer Dynamik 

In den größten Volkswirtschaften Europas ist der Rückgang besonders auffällig:

Land 2022/ 2025                                                       Veränderung

Frankreich                                   52 %     45 %                   –7 Prozent

Dänemark                                    51 %     41 %                 –10 Prozent

Großbritannien                             45 %      35 %                  –10 Prozent
Deutschland                                 42 %      34 %                    –8 Prozent
Spanien                                        44 %      37,5 %               –6,5 Prozent

 

Diskrepanz: Während die EU ehrgeizige Klimagesetze vorantreibt, sinkt die öffentliche Aufmerksamkeit.
Das zeigt die Notwendigkeit, Klimaschutz praktisch und greifbar zu vermitteln. 

 

Wälder als direkte Warnsignale

Obwohl der abstrakte Begriff „Klimawandel“ an Priorität verliert, werden die konkreten Folgen sehr wohl wahrgenommen:

  • Waldbrände in Kanada: 46 % Besorgnis

  • Dürre, Überschwemmungen, Artenverlust weltweit

  • In Österreich: Zerstörung tropischer Regenwälder, Artenverlust und Klimafolgen an erster Stelle

Wälder fungieren als Frühwarnsystem der Klimakrise – sie sind bedroht und gleichzeitig entscheidend für ihre Bewältigung. 

 

Klimabewusstsein beim Konsum bleibt hoch 

Trotz sinkender Sorge handeln Menschen beim Einkaufen weiterhin klimabewusst:

  • 72 % weltweit bevorzugen Produkte, die weder Pflanzen noch Tieren schaden

  • 66 % achten auf Verpackungen aus erneuerbaren Materialien

  • FSC-Zertifizierung stärkt Vertrauen und Kaufbereitschaft

  • In Österreich: Fast 40 % kaufen gezielt FSC-zertifizierte Produkte

     

Die Menschen trennen abstrakte Bedrohung von konkretem Handeln  -  während der Klimawandel in der öffentlichen Wahrnehmung nach hinten rückt, beeinflusst er Entscheidungen im Alltag nach wie vor stark. 

 

Regionale Highlights
  • Japan: Besorgnis steigt um 9,5  % 

  • Brasilien: von 18 % auf 33 %

  • Kenia: von 42 % auf 30 %

  • Kanada: Rückgang, trotz starker Waldbrandbedrohung   



​​FSC fordert integrierte Strategien 
 

„Die Klimakrise ist real, sichtbar und unmittelbar“, warnt Subhra Bhattacharjee, FSC-General­direktorin. „Wir dürfen uns nicht von kurzfristigen Krisen ablenken lassen. Klimaschutz muss greifbar gemacht werden – in Politik, Wirtschaft und Alltag.“ 
 

Die Umfrage unterstreicht: Ökologische, soziale und wirtschaftliche Krisen müssen zusammen gedacht werden, sonst droht der Klimaschutz aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verschwinden und zwar  trotz heißester Jahre, brennender Wälder und steigender Artenverluste. 

 

Hintergrund:  Im Rahmen der  FSC x IPSOS Global Consumer Awareness Survey 2025  wurden über 40.000 Menschen in 50 Ländern befragt.  Die  Vergleiche basieren auf 32 Märkten, die auch 2022 untersucht wurden.

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03.11.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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