Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz
KEY26 850x109 ted static

„Die Versorgungssicherheit in Österreich ist in Gefahr“

01.12.2024

oekostrom AG-Podcast mit Kurt Weinberger von der Österreichischen Hagelversicherung

Weinberger.png
oekostrom AG © Archiv
Wien  - In der aktuellen Podcast-Folge von „ Freitag in der Arena“, dem Talk-Format der oekostrom AG, spricht Vorstand Ulrich Streibl mit Kurt Weinberger, Vorstand der Österreichischen Hagelversicherung, über Extremwetterereignisse, Bodenversiegelung und die Folgen für die heimische Landwirtschaft.

Die Hochwasserkatastrophe im September 2024 hat gezeigt: Der Klimawandel ist längst Realität. Die Österreichische Hagelversicherung ist mittlerweile nicht nur auf Hagel spezialisiert, sondern auch auf die immer häufigeren Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen, Dürre und Frost. Weinberger, der als Naturkatastrophen-Versicherer seit 30 Jahren täglich mit den Folgen konfrontiert ist, sagt: „Die Welt brennt und ertrinkt zugleich.“ 2023 verzeichnete die Versicherung Schäden von insgesamt 260 Millionen Euro, wovon 150 Millionen Euro auf Dürreschäden, 60 Millionen Euro auf Frost und Überschwemmungen sowie 50 Millionen Euro auf Hagel und Sturm entfielen.

Sind Unwetterschäden in Zukunft überhaupt versicherbar?

Rund 80 % des Ertrages der Landwirt:innen hängen vom Wetter ab. „Dieser Wetterstress ist eine enorme psychische Belastung für die Bäuerinnen und Bauern. Die Jüngeren sind immer weniger bereit, unter derartigen Stressbedingungen einen Betrieb zu führen“, warnt Weinberger. Dennoch gibt es keine Vollkaskoversicherung gegen Wetterschäden oder Ernteausfälle - das ist schlichtweg nicht leistbar. Bei Dürreschäden beispielsweise muss die Hälfte des Verlustes von dem/der Landwirt:in selbst getragen werden.

50 % Ernteausfälle im Osten Österreichs erwartet

Laut der Agentur für Ernährung und Sicherheit wird sich der Ernteertrag in Österreich in den nächsten 40 Jahren um 20 % verringern, im Osten des Landes sogar um bis zu 50 %. Weinberger betont, dass die lokale Landwirtschaft gestärkt werden müsse, um die Selbstversorgung zu sichern: „Mitteleuropäer:innen verbrauchen doppelt so viel Ackerfläche, als ihnen zur Verfügung steht - den Rest beanspruchen sie weltweit.“

Land ohne Äcker, zukunftslos?

Müssen wir uns die Frage stellen, ob es vielleicht im Jahr 2050 in unserer Bundeshymne heißt: „Land ohne Äcker, zukunftslos?“ Denn Österreich ist bei der Zersiedelung und Bodenversiegelung Negativ-Europameister, was nicht nur zu höheren Lebensmittelpreisen, sondern auch zu einer dramatischen Reduzierung von Agrarflächen führt. Weinberger appelliert: „Wir dürfen unsere Lebensgrundlage nicht zerstören. In den letzten 20 Jahren wurden 130.000 m² Agrarfläche durch Verbauung verloren. Das entspricht der gesamten Ackerfläche des Burgenlands. Dadurch können 136.000 Menschen weniger versorgt werden. Keiner kann sich von Beton ernähren.“

Tipp am Freitag von Kurt Weinberger: „Jede:r von uns kann täglich einen Beitrag leisten, indem man zu regionalen Lebensmitteln greift.“

 

https://www.youtube.com/watch?v=BZ-V7JqGymQ
Aufgrund ihrer Cookie Präferenzen deaktiviert.
#65 Kurt Weinberger: Klimawandel und die Landwirtschaft © oekostrom AG
  • Drucken
  • Empfehlen
01.12.2024
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Oh Biobaum!

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Von Hainburg 1984 in die Zukunft: Pioniere des Wandels treffen sich

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 12. Dezember 2025, 67.921 Artikel Online

Weitere Themen

  • EU einigt sich auf rechtsverbindliches Klimaziel für 2040
  • Schweiz: Mitte-Ständeräte nur noch halb so umweltfreundlich wie ihre Nationalrät:innen​​​​​​​ 
  • Stadtleben im Umbruch
  • EU-Klimaziel 2040: Wichtiger Fortschritt  -  aber Kritik an massiver Abschwächung
  • Geräte-Retter-Prämie: Neuer Impuls für Reparieren statt Wegwerfen
  • Junior High School eröffnet Ausstellung zu „10 Jahre Pariser Klimaabkommen & SDGs“
  • Unerwartete Klimaschützer: Mikroben der Tiefsee binden deutlich mehr Kohlenstoff als gedacht
  • EU erzielt Einigung auf Omnibus-I-Paket zur Entlastung von Unternehmen
  • Lieferkettengesetz: Abschwächung bringt die Wirtschaft nicht voran
  • Auch heuer wieder: Lidl Österreich verzichtet auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
14.985 Artikel | Seite 1 von 1.499

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2025 oekonews.at
Weinberger.png

oekostrom AG © Archiv