Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

Die patentfreie Zone für die klassische Pflanzenzucht in Europa bewahren!

17.10.2025

Vom Europäischen Patentamt erteilte Patente setzen die EU-Politik unter Druck

Cover English 0.png
Cover Bericht © No Patents on Seeds!
Gestern veröffentlichte „Keine Patente auf Saatgut!“ einen Bericht über kürzlich angemeldete oder erteilte europäische Patente im Bereich der klassischen Pflanzenzüchtung. Ein Beispiel ist ein Patent auf die Züchtung einer natürlichen Eigenschaft in Tomaten, die ausschließlich auf Kreuzung und Selektion beruht (EP3911147).

Vor diesem Hintergrund legt „Keine Patente auf Saatgut!“ einen neuen Vorschlag zur Klarstellung der Bestimmungen des europäischen Patentrechts vor, um die Erteilung solcher Patente in Zukunft zu verhindern.

„Diese Patente stören bestehende Systeme der Nahrungsmittelproduktion und Pflanzenzucht, indem sie den Zugang zu biologischen Ressourcen blockieren oder erschweren. Da sie nicht auf echten technischen Erfindungen beruhen, betrachten wir dies als einen schwerwiegenden Missbrauch des Patentrechts zur Aneignung der Natur“, sagt Dagmar Urban von Arche Noah. 



Das Patent (EP3911147) wurde im Juli 2025 dem niederländischen Unternehmen Enza Zaden erteilt. Es beansprucht native genetische Ressourcen, die in Wildtomaten entdeckt wurden und Resistenzen gegen ein Virus bieten. Das Patent ist auch für die Diskussion über Pflanzen relevant, die durch neue gentechnische Verfahren (NGTs) gewonnen wurden: Auch native Merkmale und genetische Ressourcen könnten für NGT-Anwendungen patentiert werden. Obwohl die Verwendung solcher Gene lediglich eine Nachahmung dessen wäre, was in der Natur bereits vorkommt, könnte das Europäische Patentamt sie dennoch als „erfinderisch“ einstufen.



Um die Erteilung solcher Patente in Zukunft zu verhindern, hat „Keine Patente auf Saatgut!“ im Austausch mit Experten einen Vorschlag entwickelt, der nur geringfügige Anpassungen der geltenden Rechtsvorschriften erfordert. Der Vorschlag steht im Einklang mit den geltenden Patentgesetzen und würde lediglich deren Auslegung ändern.


„Unser Vorschlag folgt der Logik und Intention des EU-Patentrechts, bestimmte Kriterien für patentierbare technische Erfindungen festzulegen. Gleichzeitig blieben alle anderen Züchtungsverfahren, wie ursprünglich vom Gesetzgeber vorgesehen, von der Patentierbarkeit ausgeschlossen“,
sagt Christoph Then von Keine Patente auf Saatgut! „Wir erwarten von der EU nun tragfähige Lösungen zur Sicherung der Zukunft der Pflanzenzüchtung.“


Wie im Bericht erläutert, könnte der Vorschlag dazu beitragen, mehrere Probleme zu lösen, beispielsweise den Zugang zu biologischem Material, das alle Züchter benötigen, zu sichern. Er geht die Ursache des Problems an, anstatt nur die negativen Auswirkungen von Patenten auf Saatgut abzumildern. Dies hat zur Folge, dass selbst bereits erteilte Patente im Bereich der klassischen Züchtung oder auf native Merkmale vor den europäischen Gerichten nicht mehr durchgesetzt werden können.

Links

  • Den Bericht finden Sie hier
  • Drucken
  • Empfehlen
17.10.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Vielfalt als Erfolgsfaktor: Impulse für eine nachhaltige und gesunde Ernährung

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

World Food Day: Nur drei Konzerne kontrollieren die Hälfte des globalen Saatgutmarkts

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 12. Juni 2026, 69.368 Artikel Online

Weitere Themen

  • Mehr als 150 Organisationen fordern: Hitzeschutz in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz aufnehmen
  • Universität für Bodenkultur Wien erhält Auszeichnung für „Green BGF“
  • EU-Behörden bestätigen Fortpflanzungsgefahr von TFA
  • Hitze wird zur Gesundheitsfrage: Ärztekammer fordert mehr Schutz und widerstandsfähigeres Gesundheitssystem
  • Hitzeaktionstag: Coole Lösungen am Arbeitsplatz
  • WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft
  • Greenpeace/BOKU/Seniorenrat: Start von Hitze-Messungen in Wohnungen von älteren Menschen
  • Virchow-Preis 2026 würdigt Pioniere im Kampf gegen Ebola
  • Neues Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit eröffnet in Wien
  • FiBL- Konferenz: Lösungen für mehr Biosaatgut
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.275 Artikel | Seite 1 von 328

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Cover English 0.png

Cover Bericht © No Patents on Seeds!