Die Öffentliche Hand als Verursacher von vermeidbarem Lkw–Fernverkehr
Welche Stoffe befördert die Öffentliche Hand in Salzburg mit Lkw und welche per Bahn?
Verkehrsgeograph Mag. Karl Regner ist dieser Frage nachgegangen und hat erstmals untersucht, wie die öffentliche Hand beziehungsweise wie Unternehmen im Auftrag von Gebietskörperschaften im Land Salzburg Massengüter transportieren.
4 Millionen überflüssige Lkw–Kilometer
Wie aus der Studie hervorgeht verursacht die Öffentliche Hand jährlich beim Schwerverkehr: vier Millionen überflüssige Lkw–Kilometer. Dazu meint Labg. Heidi Reiter: „Wo die Öffentliche Hand Massengüter transportiert oder transportieren lässt, muss eine Verlagerung auf die Schiene erfolgen!„
So ergab die Untersuchung, dass die Öffentliche Hand Stoffe wie Restmüll, Streusalz, Tierkörper, Altpapier, Altglas oder Heizöl auf der Straße transportieren lässt. Der Salzburger Flughafen beispielsweise bekommt seine Kerosin–Ladung ebenso per Lkw geliefert wie das Heizkraftwerk Mitte seine Heizöl–schwer–Lieferung. „Diese Lkw–Transporte finden im direkten Einflussbereich der Politik statt. Damit bestätigt sich wieder einmal, dass vieles hausgemacht ist, auch Salzburg muß seine Hausaufgaben noch machen.
Dass es auch anders geht, zeigt die Studie ebenfalls: In fast allen Bereichen fand Karl Regner Beispiele dafür, dass die gleichen Güter in anderen Bundesländern auf der Schiene transportiert werden.
Würde die Öffentliche Hand dort, wo es um die Abwicklung der eigenen Aufträge geht, für die verstärkte Errichtung beziehungsweise den Ausbau von Gleisanschlüssen sorgen, könnte diese Infrastruktur auch verstärkt Privaten angeboten werden. Bei konsequenter Vorgangsweise würde sich das Netz an Gleisanschlüssen stark verdichten und die Verlagerung von Massengütern auf die Schiene beschleunigen.„
So ergab die Untersuchung, dass die Öffentliche Hand Stoffe wie Restmüll, Streusalz, Tierkörper, Altpapier, Altglas oder Heizöl auf der Straße transportieren lässt. Der Salzburger Flughafen beispielsweise bekommt seine Kerosin–Ladung ebenso per Lkw geliefert wie das Heizkraftwerk Mitte seine Heizöl–schwer–Lieferung. „Diese Lkw–Transporte finden im direkten Einflussbereich der Politik statt. Damit bestätigt sich wieder einmal, dass vieles hausgemacht ist, auch Salzburg muß seine Hausaufgaben noch machen.
Dass es auch anders geht, zeigt die Studie ebenfalls: In fast allen Bereichen fand Karl Regner Beispiele dafür, dass die gleichen Güter in anderen Bundesländern auf der Schiene transportiert werden.
Würde die Öffentliche Hand dort, wo es um die Abwicklung der eigenen Aufträge geht, für die verstärkte Errichtung beziehungsweise den Ausbau von Gleisanschlüssen sorgen, könnte diese Infrastruktur auch verstärkt Privaten angeboten werden. Bei konsequenter Vorgangsweise würde sich das Netz an Gleisanschlüssen stark verdichten und die Verlagerung von Massengütern auf die Schiene beschleunigen.„
14 kg CO2 pro Tonne auf 100km im LKW–Verkehr
Eine Verlagerung, die schon allein aus Gründen des Klimaschutzes dringend ansteht: Jede Tonne, die 100 Kilometer auf der Straße befördert wird, verursacht einen CO2–Ausstoß in Höhe von 14 Kilogramm. Beim Bahntransport sind es nur 2,6 Kilogramm!
Aus der Studie leiten sich für Salzburg folgende wichtige Forderungen ab:
(**) Anlieferung der Mineralölprodukte für Flughafen und Heizkraftwerke nur per Bahn
(**) Restmüll und Klärschlamm aus Tennengau und Innergebirg per Bahn wegtransportieren
(**) Umstellung der Altglaslieferung nach Kremsmünster auf Container
(**) Verlagerung aller Altpapiertransporte auf die Bahn
(**) Förderung von Anschlussgleisen für die Schotter– und Asphaltwerke in Sulzau und eventuell auch in Siggerwiesen
(**) Streusalztransporte und Tierkörperentsorgung nach Tiroler Vorbild auf die Bahn verlagern
(**) Keine Genehmigung eines Diabassteinbruchs in Maishofen ohne Verladung auf die Bahn auf kürzestem Wege
(**) Keine Genehmigung einer Klärschlammverbrennung ohne Verpflichtung zum Antransport per Bahn (ab 30 km)
(**) Für Großbaustellen der Öffentlichen Hand (Stadion, Straßenbauten, Kraftwerke, Wohnbaugesellschaften, …) muss es ein Verkehrskonzept mit Vorgaben für einen ökologischen Transport geben
(**) Unterstützung für Leube für Umstellung auf Containertransporte via künftiges Anschlussgleis Urstein
Im Download finden Sie die vollständige Studie:
(**) Restmüll und Klärschlamm aus Tennengau und Innergebirg per Bahn wegtransportieren
(**) Umstellung der Altglaslieferung nach Kremsmünster auf Container
(**) Verlagerung aller Altpapiertransporte auf die Bahn
(**) Förderung von Anschlussgleisen für die Schotter– und Asphaltwerke in Sulzau und eventuell auch in Siggerwiesen
(**) Streusalztransporte und Tierkörperentsorgung nach Tiroler Vorbild auf die Bahn verlagern
(**) Keine Genehmigung eines Diabassteinbruchs in Maishofen ohne Verladung auf die Bahn auf kürzestem Wege
(**) Keine Genehmigung einer Klärschlammverbrennung ohne Verpflichtung zum Antransport per Bahn (ab 30 km)
(**) Für Großbaustellen der Öffentlichen Hand (Stadion, Straßenbauten, Kraftwerke, Wohnbaugesellschaften, …) muss es ein Verkehrskonzept mit Vorgaben für einen ökologischen Transport geben
(**) Unterstützung für Leube für Umstellung auf Containertransporte via künftiges Anschlussgleis Urstein
Im Download finden Sie die vollständige Studie: