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Die Klima-Fassade bröckelt: Österreich stürzt im Klimaschutz-Ranking ab

19.11.2025

Umweltorganisationen schlagen Alarm: Bundesregierung steht wegen fossiler Subventionen und fehlender Klimagesetze unter Druck

Global2000Klimaschutz.jpg.jpg
Klimaschutz ist wichtig © GLOBAL 2000 / Christopher Glanzl
Österreich erlebt im internationalen Klimaschutz-Ranking seinen stärksten Absturz seit Jahren. Im  gestern veröffentlichten Climate Change Performance Index (CCPI) rutscht die Republik um zwölf Plätze ab  - von Rang 23 auf Rang 35 - und zählt damit erstmals zu den „Low Performern“. Der CCPI wird im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Belém von Germanwatch, dem NewClimate Institute und CAN International präsentiert und bewertet 63 Staaten plus die EU, die gemeinsam für 90 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. 


 Rückschritte in der Klimapolitik – und scharfe Kritik an der Regierung


Für Umweltorganisationen ist das schlechte Abschneiden ein alarmierendes Signal. GLOBAL-2000-Klimaexperte Johannes Wahlmüller spricht von einem „miserablen Ergebnis“, das unmittelbare politische Konsequenzen erfordern müsse.

„Die Bundesregierung muss endlich umweltschädliche Subventionen abbauen, ein wirksames Klimaschutzgesetz beschließen und fossile Großprojekte wie die Lobau-Autobahn absagen. Nur so kann die Energiewende gelingen“, mahnt Wahlmüller.

Auch Greenpeace sieht die Politik in der Verantwortung. Klimaexpertin Jasmin Duregger bezeichnet den Absturz als „unüberhörbares Alarmsignal“ und fordert Klimaminister Norbert Totschnig zu einem klaren Richtungswechsel auf:  „Es braucht eine echte Klimaschutz-Offensive: ein starkes Klimagesetz, den Ausstieg aus fossiler Energie und das Ende klimaschädlicher Subventionen.“ 
 

Warum Österreich abrutscht

Der CCPI attestiert Österreich mehrere strukturelle Schwächen:

  • Hoher Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen

  • Überdurchschnittlich hoher Energieverbrauch

  • Rückschritte in der Klimapolitik – darunter gekürzte Mittel für erneuerbare Energien und steigende fossile Subventionen

  • Abschaffung des Klimabonus

  • Unterstützung fragwürdiger internationaler CO₂-Zertifikate, die die EU-Klimaziele für 2040 verwässern

Zwar verzeichnet Österreich Fortschritte bei erneuerbaren Energien – insbesondere mit dem Ziel, bis 2030 zu 100 Prozent auf Ökostrom umzusteigen –, doch im Ranking reicht das nicht aus, um die massiven Rückschritte zu kompensieren.

„Der Kahlschlag beim Klimaschutz rächt sich“, sagt Wahlmüller. „Wir verlassen gerade den Pfad zur Erreichung unserer Klimaziele.“ 
 

Internationale Einordnung

Wie in den Jahren zuvor bleiben die ersten drei Plätze des CCPI unbesetzt, weil kein Land ausreichend Maßnahmen setzt, um die Pariser Klimaziele sicher zu erreichen. Auf den Spitzenplätzen folgen:

  1. — (nicht vergeben)

  2. — (nicht vergeben)

  3. — (nicht vergeben)

  4. Dänemark

  5. Marokko

  6. Großbritannien

Am unteren Ende des Rankings stehen die USA (65), Iran (66) und Saudi-Arabien (67) – allesamt große fossile Akteure.
 

 Ein Wendepunkt für Österreichs Klimapolitik ist nicht in Sicht

Für Österreich sollte der Absturz im CCPI zum politischen Wendepunkt werden. Sowohl GLOBAL 2000 als auch Greenpeace fordern rasche Maßnahmen: ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, den schrittweisen Ausstieg aus Öl und Gas, die Abschaffung fossiler Subventionen und den konsequenten Umbau des Energiesystems. Derzeit sieht es nicht so aus, dass die Bundesregierung diesen Kurs einschlägt. 
Klar ist: Die internationale Bühne hat Österreichs Klimapolitik in diesem Jahr besonders kritisch bewertet  und damit wächst auch der Druck zu Handeln.

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