Die innovativsten Gemeinden Österreichs : Energie–Projekte dominierten Wettbewerb
Nachhaltige Gemeinden – positive Beispiele
Der Preis der "Innovativsten Gemeinde Österreichs" wurde heuer zum zweiten Mal vom Gemeindebund, der Tageszeitung "WirtschaftsBlatt" gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern T–Mobile, Kommunalkredit AG und der Fachzeitschrift "Kommunal" verliehen.
Neben der Siegergemeinde Schenkenfelden (OÖ) und der Gewinnergemeinde des Sonderpreises Bad Vöslau (NÖ) wurden neun weitere Gemeinden, ohne Ranking, beim Wettbewerb zur "Innovativsten Gemeinde Österreichs" ausgezeichnet. In der Mehrzahl handelt es sich in diesem Jahr um Energie(spar)–Projekte. Die Verleihung der Preise fand diese Woche im Rahmen einer Galaveranstaltung in Wien statt.
Wir stellen Ihnen die Energie– und Nachhaltigkeitsprojekte vor.
Neben der Siegergemeinde Schenkenfelden (OÖ) und der Gewinnergemeinde des Sonderpreises Bad Vöslau (NÖ) wurden neun weitere Gemeinden, ohne Ranking, beim Wettbewerb zur "Innovativsten Gemeinde Österreichs" ausgezeichnet. In der Mehrzahl handelt es sich in diesem Jahr um Energie(spar)–Projekte. Die Verleihung der Preise fand diese Woche im Rahmen einer Galaveranstaltung in Wien statt.
Wir stellen Ihnen die Energie– und Nachhaltigkeitsprojekte vor.
Lingenau setzt auf Holz
In Lingenau (Vbg) wurde ein neues Biomasseheizwerk errichtet. Mit der erzeugten Energie werden mit Holz aus der Region seit Dezember 2004 die kommunalen Gebäude, viele Gewerbebetriebe, Privathäuser und die Badearena beheizt. Die Stromerzeugung aus Holz mit dem Sterlingkessel ging im Februar 2005 in Betrieb. Der jährliche CO2–Ausstoss kann in der Tourismusgemeinde um rund 1300 Tonnen reduziert werden. Cirka 450.000 Liter Heizöl an Wärmeverbrauch können durch 7000 Schüttraummeter Holz ersetzt werden.
St. Margareten an der Raab will Energieunabhängigkeit
Ziel der Gemeinde St. Margareten an der Raab (Stmk) ist die Energieunabhängigkeit. Die Gemeinde fand private Investoren und Betriebe, die bereit waren, zu den zwei bestehenden Kraftwerken zwei weitere zu errichten. Das eine ist seit dem Vorjahr in Betrieb, das zweite ist in Fertigstellung. Dazu wurde von Landwirten eine Biogasanlage gebaut. Mit den Kraftwerken gelingt es, nicht nur den künftigen Strombedarf der Gemeinde zu decken, sondern auch einenÜberschuss ins örtliche Stromnetz einzuleiten. Dazu bleibt die Wertschöpfung in der Gemeinde, werden Arbeitsplätze gesichert und das Einkommen der Landwirte durch die Hackschnitzelerzeugung gesteigert.
Laakirchen wird die Sonnenstadt
Mit erneuerbarer Energie wird Laakirchen (OÖ) zur Sonnenstadt. Auf Initiative der Forschungsgesellschaft für integrierte Solarplanung in Gmunden basiert das Projekt "Solaranlagen–Gemeinschaftseinkauf" – 100 Solaranlagen wurden 2004 angeschafft. Daraus resultieren enorme Einsparungen durch die Sanierung der kommunalen Gebäude und Straßenbeleuchtung. Der Gemeinschafts–Einkauf der Solaranlagen bedeutet Kooperation mit Experten und hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Merkbarer Schneeballeffekt durch die positiven Erfahrungen des Gemeinschaftseinkaufs.
Lengau (oö) baut Passivhauskindergarten
In Lengau (OÖ) wurde der erste Passivhaus–Kindergarten Oberösterreichs errichtet. Das Gebäude wurde in Holzbauweise gebaut und für zwei Kindergarten–Gruppen konzipiert. Durch die Passivhaus–Bauweise fallen erheblich weniger Heiz– und Stromkosten an, die Be– und Entlüftung der meisten Räume erfolgt über spezielle Lüftungsgeräte mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 90 Prozent.
Krumbach in Vorarlberg – ohne Reinigungsmittel gehts auch
Die Gemeinde Krumbach (Vorarlberg) stellt vollständig auf "Reinigung ohne Chemie" um. Jeder der 350 Haushalte bekam kostenlos ein Reinigungsset (im Wert von 270 Euro) aus Faserprodukten (von Fa. Enjo zur Verfügung gestellt). Dazu wird in Kindergärten, Schulen und in Kursen für Erwachsene Bewusstseinsbildung betrieben. Das Projekt läuft seit Oktober bis Mai 2005. Erwartet wird eine messbare Umweltentlastung (Auswirkung bei der Kläranlage) sowie dadurch ein geringerer Energieverbrauch für die Kläranlage, Einsparung von Verpackungsabfällen und bei der Produktion von Reinigungsmitteln.
Ansfelden mit "Thermofit"
Ansfelden (OÖ) hat mit seinem "Thermofit–Projekt", einem Energie–Contracting Modell die Verbesserung und Aufwertung öffentlicher Gebäude vorangetrieben. Die dauerhafte Senkung des Energieeinsatzes bei öffentlichen Gebäuden und Straßenbeleuchtung wurde durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger (Solaranlagen) erreicht. Mit dem umgesetzten Maßnahmenplan wurde nicht nur das Stadtbild optisch erheblich verbessert, im Projektzeitraum werden fast 800.000 Euro an Kosten eingespart und der CO2 Ausstoß reduziert sich jährlich um mehr als 500 Tonnen.
Morgen und übermorgen stellen wir Ihnen die Details zu Schenkenfelden und Bad Vöslau vor.
Morgen und übermorgen stellen wir Ihnen die Details zu Schenkenfelden und Bad Vöslau vor.