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Die Grünen – das Fleisch und die Moral

12.08.2013

Ein deutscher Mensch – das ist bei Schweizern und Österreichern wohl kaum anders – isst im Laufe seines Lebens so viele Tiere: 4 Rinder, 4 Schafe, 46 Schweine, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Puten, 945 Hühner und mehrere Tonnen Fisch.

ja © AMA / Werbefoto AMA Marketing: Schweinefamilie auf der Wiese
ja © AMA / Werbefoto AMA Marketing: Schweinefamilie auf der Wiese
„Sind wir Deutsche fleischsüchtig?„ fragte „Bild„ in der vergangenen Woche nachdem die Grünen vorgeschlagen hatten, einen fleischfreien Tag, einen „Veggie–Donnerstag„ in Kantinen einzuführen.
Die Aufregung war groß. „Grüne machen unser Land zur Bevormundungs–Republik Deutschland„, kommentierte „Bild„. Die Grünen seien strenger als die katholische Kirche im Mittelalter. Konservative und liberale Politiker fragten empört: Wo bleibt die Freiheit des Konsumenten? „Skandal„ war überall zu lesen und zu hören.
 
Die entsprechenden Sätze im Wahlprogramm der Grünen lesen sich ganz unspektakulär: „Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein Veggie–Day sollten zum Standard werden„.
 
Aber wenn´s ums Fleisch geht, hört bei vielen der Spaß auf.  Ist also ein fleischloser Tag in der Woche wirklich unzumutbar?
 
Die Kehrseite des hohen Fleischkonsums ist die Massentierhaltung. Jeder und jede weiß es: Millionen Tiere sehen für unsere Gaumenlust nie das Tageslicht. Männliche Ferkel werden ohne Betäubung kastriert. Millionen Hühner leben auf einem Raum von der Größe etwa eines DIN A–4Blattes. Pferde werden ohne Fressen und Trinken über tausende Kilometer durch halb Europa zum Schlachten gekarrt. Weihnachtsgänse werden zwangsgemästet.
 
Stimmt es denn nicht: Erst kommt das Fressen und dann die Moral. Welch sinnentleerter Freiheitsbegriff steht hinter dieser Argumentation? Hier wird Freiheit mit Dummheit und Verantwortungslosigkeit verwechselt.
 
Wir essen viermal mehr Fleisch als die Deutschen vor 150 Jahren. Das ist die eigentliche Ursache der verantwortungslosen Massentierhaltung. Und in dieser Situation sollte ein Veggie–Tag pro Woche „grüne Erziehungsdiktatur„, „Skandal„ und „Entmündigung des Bürgers„ sein?
 
Zu Recht meinte die Süddeutsche Zeitung zum Grünen–Vorschlag: „Das sollte das Mindeste sein„.
 
Übrigens: Das Gesundheitsamt in Kassel will in dieser Region einführen, was es auch bereits in vielen Ländern und Kommunen gibt: Der Donnerstag wird fleischlos.
 
Die vernünftige Begründung: Ein Veggie–Tag sei gut für die Gesundheit, für die Tiere und für den Klimaschutz. Die Kampagne startet im Frühjahr 2014. Motto:  „Kassel isst veggie„.

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12.08.2013 | Autor*in: holler
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