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Die Ente fliegt wieder- aber diesmal elektrisch

24.05.2026

Citroën bringt den legendären 2CV zurück – elektrisch, radikal einfach und erstaunlich günstig

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"Historische" Ente © Citroen

Es ist eine der größten Überraschungen der Autoindustrie seit Jahren: Citroën bringt die legendäre „Ente“ zurück. Der französische Hersteller kündigte offiziell ein neues Modell an, das den Geist des ikonischen 2CV in die Zukunft transportieren soll – elektrisch, reduziert und für möglichst viele Menschen leistbar.

Fast 80 Jahre nach der Präsentation des Originals erlebt damit eines der berühmtesten Autos Europas seine Wiedergeburt.

Der neue 2CV soll allerdings keine nostalgische Retro-Kopie werden. Citroën spricht vielmehr von einer „zeitgemäßen Neuinterpretation“ jener Idee, die das Original weltberühmt machte: einfache Mobilität für alle. 


Mehr als ein Auto – ein Lebensgefühl

Als der erste 2CV 1948 vorgestellt wurde, galt er als Revolution. Entwickelt als „Toute Petite Voiture“ – als ganz kleines Auto – sollte er Frankreich motorisieren: robust, sparsam, leicht zu reparieren und bequem genug, um einen Korb Eier über einen Feldweg zu transportieren, ohne sie zu zerbrechen.

Was technisch bescheiden begann, wurde zu einer kulturellen Ikone. Die „Ente“ stand nie für Luxus oder Geschwindigkeit, sondern für Freiheit, Individualität und eine gewisse charmante Unangepasstheit. Genau dieses Lebensgefühl will Citroën nun offenbar zurückholen. 


Die Anti-SUV-Antwort aus Frankreich
 

Während die Autoindustrie  immer größere, schwerere und teurere Fahrzeuge produziert, setzt Citroën bewusst auf das Gegenteil: leicht, kompakt, erschwinglich und elektrisch.
 

Das neue Modell soll laut Hersteller eine neue Kategorie leistbarer Elektroautos begründen – mit Fokus auf Alltagstauglichkeit statt Prestige. Damit positioniert sich Citroën gegen den Trend zu übermotorisierten Elektro-SUVs und hochpreisigen Premiumfahrzeugen.
 

In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Skepsis gegenüber teuren Elektroautos könnte genau das den Nerv vieler Menschen treffen. 


„Der neue 2CV soll Freiheit zurückbringen“
 

Citroën-CEO Xavier Chardon spricht von einer „großen Verantwortung“, den 2CV neu zu interpretieren.

„Der ursprüngliche 2CV wurde nie mit dem Ziel entwickelt, zur Ikone zu werden. Er wurde es, weil er den Menschen Freiheit gegeben hat“, erklärt Chardon. Der neue 2CV solle diesen Geist weitertragen – „nicht durch Nostalgie, sondern durch eine moderne Interpretation von Einfachheit und Zugänglichkeit“.

Die Schlagworte klingen fast wie ein Gegenprogramm zur heutigen Autoindustrie: elektrisch, essenziell, erschwinglich, menschlich. 


Präsentation im Herbst 2026
 

Noch hält sich Citroën mit konkreten Details zurück. Technische Daten, Reichweite oder Preis wurden nicht genannt. Auch bestellen lässt sich das Fahrzeug noch nicht.
 

Mehr Informationen soll es beim Pariser Autosalon im Oktober 2026 geben. Schon jetzt ist jedoch klar: Kaum ein neues Modell dürfte emotionaler aufgeladen sein als die Rückkehr der „Ente“.
 

Denn der 2CV war nie einfach nur ein Auto. Er war ein Symbol dafür, dass Mobilität unkompliziert, sympathisch und für alle zugänglich sein kann.
 

Und genau diese Idee scheint plötzlich wieder erstaunlich aktuell.

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24.05.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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