Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Die Argumentationsmuster der Klimaschutz-Verhinderer

05.07.2020

Zu teuer, zwecklos, und andere sollten mehr tun: Eine neue Studie beleuchtet, was in der öffentlichen Debatte zur Erderwärmung an Ausreden fürs Nichtstun kursiert.

© Übersicht zuQuelle : Global Sustainability /  Typologie der Verhinderungsargumente
© Übersicht zuQuelle : Global Sustainability / Typologie der Verhinderungsargumente
Berlin - Wer den menschengemachten Klimawandel einfach leugnet und die Wissenschaft offen ignoriert, findet bei den politisch Verantwortlichen kaum noch Gehör. Trotzdem tut sich zu wenig – nach den Berechnungen des Weltklimarats werden die im Paris-Abkommen verabredeten Temperaturziele mit den bislang beschlossenen Maßnahmen bei weitem verfehlt. Wie heutzutage der Widerstand gegen ambitionierten Klimaschutz rhetorisch funktioniert, das beleuchtet eine neue Studie unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Global Sustainability veröffentlicht.
„Als mit dem Klimawandel befasste Sozialwissenschaftler haben wir uns die neueren Diskussionen angeschaut und eine Typologie der Verzögerungsargumente erstellt“, berichtet William Lamb, Forscher in der MCC-Arbeitsgruppe Angewandte Nachhaltigkeitsforschung und Leitautor der Studie: „Dabei ging es uns um Argumente, die scheinbar den Klimawandel als Problem anerkennen – aber den Handlungsbedarf herunterspielen. Unterfüttert wird die Analyse durch Zitate und Diskussionsbeiträgen aus Politik, Wirtschaft und Medien. „Unsere Übersicht ermöglicht allen Interessierten aus der Wissenschaft, der Klimaschutzbewegung und der Politik, in Diskussionen die Argumentationsmuster zu erkennen und darauf adäquat zu reagieren“, so Lamb.
Das Plädoyer dafür, nicht oder zumindest nicht adäquat auf die Klimakrise zu reagieren, stützt sich der Studie zufolge in aller Regel auf eine oder mehrere von zwölf Argumentationsmustern, und zwar entlang der vier folgenden Kernaussagen: (1) Zunächst einmal muss jemand anderes handeln, (2) es geht ohne grundlegende, disruptive Veränderungen, (3) konsequente Klimapolitik ist politisch und sozial nicht vertretbar, und (4) Umsteuern ist nicht mehr möglich. „Das Vertrackte ist, dass in allen solchen Einlassungen immer auch ein Körnchen Wahrheit steckt“, sagt MCC-Forscher Lamb. „Aber diese durchaus relevanten Aspekte der Klimadebatte werden oft zu Instrumenten einer Verhinderungsstrategie, die darauf zielt, einschneidende Maßnahmen abzuwenden und materielle Besitzstände auf kurze Sicht zu schützen. Deshalb braucht ambitionierter Klimaschutz eine klare Kommunikation. Unsere Studie liefert dazu einen Beitrag.“
Weitere Informationen:
Lamb, W., Mattioli, G., Levi, S., Roberts, J., Capstick, S., Creutzig, F., Minx, J., Müller Hansen, F., Culhane, T., Steinberger, J., 2020, Discourses of climate delay, Global Sustainability
http://dx.doi.org/10.1017/sus.2020.13
  • Drucken
  • Empfehlen
05.07.2020 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Gemeinwohl-Bilanz-Unternehmen in Salzburg im Kommen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Social MonTalk Diskussion - Wie gelingt Klimaschutz? Zwischen Leistbarkeit und Machbarkeit

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 13. März 2026, 68.481 Artikel Online

Weitere Themen

  • Greenpeace warnt vor zahnlosem Anti-SLAPP-Gesetz in Österreich
  • Zweite Spur: Wenn alte Ski zu neuen Wertstoffen werden
  • Klimawandel bremst die Erde: Tag-Verlängerung beispiellos seit 3,6 Millionen Jahren
  • Vertragsverletzungsverfahren: Österreich in drei Fällen säumig
  • Vogel des Jahres 2026: Kiebitz erfährt in Vorarlberg besonderen Schutz
  • Management-Expertin sieht „Bewährungsprobe für resiliente Lieferketten“ im Nahost-Krieg
  • Allwetter-Check für Wälder und Felder
  • Greenpeace-Recherche zeigt: Rund 14 Millionen Tonnen Rohöl in Tankern gefährden Ökosystem im persischen Golf
  • Ab sofort: Klimacheck für neue Bundesgesetze  
  • Straßenlärm kann bereits nach einer einzigen Nacht Herz-Kreislauf-System schädigen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.148 Artikel | Seite 1 von 1.515

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
© Übersicht zuQuelle : Global Sustainability /  Typologie der Verhinderungsargumente

© Übersicht zuQuelle : Global Sustainability / Typologie der Verhinderungsargumente