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Deutschland: Verkehrministerium präsentiert Ergebnisse einer der größten Studien zur Alltagsmobilität

21.11.2025

Neue Daten als Grundlage für die Mobilität der Zukunft

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Berlin - Der Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, hat gestern gemeinsam mit Expert:innen den Ergebnisbericht der Studie „Mobilität in Deutschland 2023“ (MiD) vorgestellt  - der deutschlandweit umfassendsten Untersuchung zum alltäglichen Verkehrsverhalten. Über 218.000 Haushalte und rund 421.000 Personen wurden zwischen Mai 2023 und Juni 2024 befragt. Die Daten dienen Bund, Ländern und Kommunen als zentrale Planungsgrundlage und sollen helfen, Mobilität stärker an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten.
 

Elektromobilität im Alltag angekommen 

Ein zentrales Ergebnis: E-Autos werden heute ähnlich genutzt wie Verbrenner. Die Jahresfahrleistung liegt mit durchschnittlich 14.600 Kilometern nahezu auf dem Niveau konventioneller Fahrzeuge, und auch längere Strecken ab 30 Kilometern werden inzwischen häufig elektrisch zurückgelegt. Parallel dazu wächst der Bestand an Pedelecs, der sich seit 2017 auf über 140 pro 1.000 Einwohner:innen verdreifacht hat. Mit ihnen werden im Schnitt 14 Kilometer täglich zurückgelegt – deutlich mehr als mit klassischen Fahrrädern.
 

Das Auto dominiert weiterhin 

Trotz sichtbarer Veränderungen bleibt das Auto das wichtigste Verkehrsmittel: 53 Prozent aller Wege und 73 Prozent aller Personenkilometer werden damit zurückgelegt. Während in Städten erstmals ein leichter Rückgang zu beobachten ist, bleibt das Auto auf dem Land unverzichtbar.
 

Öffentlicher Verkehr im Aufschwung 

Der öffentliche Verkehr hat sich dank des Deutschland-Tickets deutlich vom Corona-Tief erholt. 16 Prozent der Befragten nutzen es bereits regelmäßig, in Metropolen sogar 33 Prozent. Dabei dient es nicht nur dem Berufsverkehr – rund ein Drittel der Wege sind Freizeitfahrten.
 

Mehr Wege zu Fuß – leichter Anstieg beim Radverkehr 

Deutlich gestiegen ist der Anteil der Wege, die zu Fuß zurückgelegt werden: von 22 auf 26 Prozent. Damit rückt der Fußverkehr nahe an das Fahrrad heran. Der Radverkehr liegt bei 11 Prozent der Wege, getragen vor allem von der wachsenden E-Bike-Flotte.
 

Breite Datengrundlage für Planung und Forschung 

Die MiD wird seit 2002 regelmäßig im Auftrag des Bundes erhoben und liefert regionale und nationale Vergleichsdaten. Die aktuellen Ergebnisse stehen über das Portal mobilitaet-in-deutschland.de sowie über das neue Datenportal MobilityData-Campus zur Verfügung. Für Anwender:innen ohne Statistikkenntnisse bietet das Onlinetool „Mobilität in Tabellen“ einfache Auswertungsmöglichkeiten.

Durchgeführt wurde die Studie wie 2017 vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der IVT Research GmbH und infas 360.

Links

  • Berichte und weiteren Ergebnisse: www.mobilitaet-in-deutschland.de
  • Ergebnisbericht: Mobilität in Deutschland
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