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Deutschland: Ohne Windkraft an Land wäre Strom 2024 um 50 Prozent teurer gewesen

15.03.2025

Rückbau-Phantasien würde 60 Milliarden Euro an Entschädigungen kosten

windrad.jpg.jpg
© Hans pixabay
Hamburg – Der Rückbau von Windkraftanlagen an Land, mit dem im Wahlkampf gedroht wird, würde Strom massiv verteuern und Milliarden an Entschädigungen nach sich ziehen. Das zeigt eine neu veröffentlichte Kurzstudie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace und der European Climate Foundation. Ohne den Strom der Windkraftanlagen an Land hätte demnach der Börsenstrompreis 2024 im Jahresschnitt knapp 50 Prozent höher gelegen. Statt 7,9 Cent pro Kilowattstunde hätte Strom 11,8 Cent gekostet – ein Aufschlag um 3,9 Cent.


„Wer jetzt Windräder zurückbauen will, treibt den Strompreis steil nach oben und riskiert Milliarden an Entschädigungszahlungen“,
sagt Greenpeace Energieexpertin Sophie van Vügt. „Die Erneuerbaren senken den CO2-Ausstoß, schaffen sichere Jobs und machen Deutschland unabhängiger von teuren Energieimporten. Jede Partei, die das Land voranbringen will, sollte ihren Ausbau beschleunigen.“


Rückbau von Windrädern treibt auch Klimafolgekosten in die Höhe


Die Kurzstudie kalkuliert auch mögliche Entschädigungszahlungen an die Betreiber für den extremen Fall, dass alle Windkraftanlagen an Land kurzfristig abgeschaltet würden. Bezogen auf das Referenzjahr 2024 addierten sich diese Zahlungen, etwa für die entgangene Stromproduktion, auf eine durchschnittliche Gesamtsumme von 64 Milliarden Euro. Hinzu kämen höhere Klimafolgekosten. Durch den von Windkraftanlagen erzeugten Strom wurden im Jahr 2023 107 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Die so gesparten Folgekosten kalkuliert die Kurzstudie mit 32 Milliarden Euro pro Jahr.

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