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Deutschland: Niedrigwasserkonferenz ohne Umweltverbände!

06.08.2026

BUND mahnt nachhaltige Lösungen an

Wasser.jpg.jpg
© ju Irun auf Pixabay

 

Berlin - Vor der für  heute einberufenen Niedrigwasserkonferenz von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger kritisiert Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Die niedrigen Flusspegel sind kein kurzfristiges Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise. Deutschland handelt beim Schutz seines Wasser viel zu zögerlich und spät. Dabei gibt die Nationale Wasserstrategie vor, wie die es geht. Intakte Flusslandschaften sind natürliche Wasserspeicher, die ökologisch gestärkt werden müssen. Die Binnenschifffahrt muss an die Flüssen angepasst werden und nicht umgekehrt. Niedrige Pegel können nicht einfach weggebaggert werden.

Was wir brauchen, sind langfristige und nachhaltige Lösungen. Dass bei der Niedrigwasserkonferenz keine einzige Umweltorganisation dabei ist, zeigt, dass sich die Bundesregierung nur auf die akuten wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Pegelstände konzentriert. Dabei verkennt sie, die eigentlichen Probleme: Wir müssen mehr Wasser in den Flächen halten, Wasserentnahmen reduzieren und unsere Flüsse klimaresilient machen. Nur so können die Folgen der Trockenheit begrenzt werden.“
 

Das fordert der BUND von der Niedrigwasserkonferenz:

  • Die Anforderungen an die Wasserstraßen Rhein, Donau und Elbe müssen an die Entwicklung des Wasserdargebots angepasst werden. Den Klimaänderungen kann an den Flüssen nicht hinterhergebaut werden. Primäres Ziel gemäß der Nationalen Wasserstrategie sollte der Schutz von Oberflächen- und Grundwasserreserven sein, sowie die ökologischen Funktionen der Flüsse aufrechtzuerhalten.
  • Statt die Flüsse für immer größere Schiffe zu vertiefen, sollten neue, für Niedrigwasser geeignete Schiffstypen, die die digitalen Vorhersagen ergänzen, eingesetzt werden. Dazu sollten entsprechende Anreize geschaffen und bestehende Förderprogramme aufgestockt werden.
  • Just-in-time Logistik, also der Verzicht auf Lagerhaltung bestimmter Rohstoffe und Ladungen, ist zumindest im Sommer nicht mehr verlässlich möglich. Lagerhaltung muss wieder zum Standard werden, um Lieferengpässe auszugleichen.
  • Mit derartigen niedrigen Wasserständen ist in Zukunft auch am Rhein vermehrt zu rechnen. Daher muss langfristig um Transporteinschränkungen bei extremem Niedrigwasser vorzubeugen, der Transport auf der Schiene zu einer finanziell attraktiven Alternative werden. Entsprechende Investitionen ins Schienennetz speziell für den Güterverkehr sind somit unumgänglich.
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06.08.2026
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Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 8. September 2026, 70.086 Artikel Online

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