Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne(current)1
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Sonne
EWSBanner

Deutschland: Durchbruch für Mini–Solarmodule

08.11.2017

Mieter dürfen mit Balkon–PV–Anlagen Strom jetzt selbst erzeugen und im eigenen Haushalt nutzen

© oekostrom AG/ Das Solarkraftwerk simon
© oekostrom AG/ Das Solarkraftwerk simon
Hamburg/Berlin – Verbraucher dürfen steckbare Solarmodule zur privaten Stromerzeugung künftig direkt an normale Haushaltsstromkreise anschließen. Dies ist das zentrale Ergebnis eines gerade abgeschlossenen Normierungsverfahrens beim Verband der Elektrotechnik (VDE) und der Deutschen Kommission Elektrotechnik (DKE), welche die in Deutschland geltenden Sicherheitsbestimmungen für elektrotechnische Geräte erarbeiten. Die Neuregelung der technisch überholten Norm VDE 0100–551 macht die Nutzung von Mini–Solaranlagen nun erheblich einfacher.
"Das ist ein längst überfälliger Durchbruch für die Solarenergie in deutschen Städten", sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy. "Die Einigung macht den Weg frei für die massenhafte Nutzung solcher kleinen PV–Anlagen, die Mieter von nun an problemlos auf ihrem Balkon anschließen und damit eigenen Solarstrom ernten können."
"Die überarbeitete Norm ist endlich zeitgemäßer. Denn steckbare Solarmodule mit modernen Wechselrichtern erfüllen seit Jahren sämtliche Sicherheitsstandards", sagt Bernhard Weyres–Borchert, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). "Jetzt fehlt noch eine eigene Produktnorm für solche laienbedienbaren Geräte. Daran arbeiten wir gerade." Mit einer Veröffentlichung dieser Norm durch VDE und DKE wird erst für Anfang 2019 gerechnet.
Die DGS und Greenpeace Energy, aber auch renommierte Forschungsinstitute wie das Fraunhofer ISE hatten die Sicherheit moderner Mini–Solaranlagen wiederholt durch Gutachten belegt und so die Arbeit an den Normen angeregt. Die Energiegenossenschaft klagt zudem am Landgericht Hamburg gegen den Netzbetreiber Stromnetz Hamburg, weil dieser ihr die Nutzung eines modernen steckbaren Solarmoduls untersagt. "Das Ergebnis des jetzt abgeschlossenen Normverfahrens bedeutet: Netzbetreiber müssen nun zügig unkomplizierte Anmeldeverfahren etablieren und ihre Blockade beenden. Das gilt auch für Stromnetz Hamburg", fordert Vorstand Tangermann.
Es bleiben aber noch Fragen zur Nutzung von Stecker–PV–Geräten. So muss geklärt werden, ob solche Module künftig spezielle Einspeisesteckdosen benötigen oder einfach per Schutzkontakt–Stecker (Schuko–Stecker) ans häusliche Stromnetz angeschlossen werden können. "Wenn das Solargerät die vom DGS genannten Sicherheitsstandard erfüllt, reicht eine Schuko–Steckdose völlig aus", sagt Marcus Vietzke, Koordinator der DGS–Arbeitsgruppe zu Stecker–PV, "da moderne Solar–Geräte über Wechselrichter verfügen, die denselben Schutz vor Stromschlag oder ähnlichen Gefahren bieten wie andere Haushaltsgeräte."
In europäischen Staaten wie der Schweiz, Portugal und Österreich ist die Nutzung von Stecker–Solargeräten schon länger unkompliziert möglich – und erfolgt bei rund 200.000 genutzten Geräten problemlos. In Deutschland sollen geschätzt bereits 20.000 davon im Einsatz sein.
  • Drucken
  • Empfehlen
08.11.2017 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Photovoltaik–Zubau in Deutschland vervielfachen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

SUNITED Nations – Solarstrom für die Weltklimakonferenz

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 8. September 2026, 70.086 Artikel Online

Weitere Themen

  • Solarpark im Damwildgatter: In Sötern verbindet ein neues Projekt Tierhaltung und Energiewende
  • Nachhaltigere Solarmodule: TH Köln entwickelt reparierbare und recyclingfreundlichere Komponenten
  • Afrikas Solarboom ist größer als die offiziellen Statistiken zeigen
  •  Sonnenstrom wird „rund um die Uhr“ denkbar
  • Sonnenstrom für St. Clare: Wie eine PV-Anlage in Uganda Bildung möglich macht
  • Semitransparente Solarzellen: Organische PV erreicht 43 Prozent Transparenz und 9,26 Prozent Wirkungsgrad
  • Wind und Sonne an einem Netzanschluss: Hybrid-Park in Ollersdorf geht in Betrieb
  • Sonnenenergie für den Kurbetrieb aus der Badener Energiegemeinschaft
  • PV-Expert:innen: Klima-Investitionsfreibetrag statt Photovoltaik-Förderung
  • Wo Balkonkraftwerk mit Speicher kaufen?
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
5.258 Artikel | Seite 1 von 526

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
© oekostrom AG/ Das Solarkraftwerk simon

© oekostrom AG/ Das Solarkraftwerk simon