Deutschland: BBU fordert Kommunen zum Widerstand gegen Castor-Transporte auf
Bonn / Düsseldorf / Hamburg – Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) warnt erneut vor den geplanten Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus und fordert die Kommunen entlang der Transportroute auft, sich den Protesten anzuschließen. „Der Transport der hochgefährlichen Atommülltransporte quer durch NRW birgt für die Bevölkerung erhebliche Gefahren“, erklärt BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.
Neben den Castor-Transporten kritisiert der Verband auch die regelmäßigen Uranlieferungen nach Gronau und Lingen sowie einen Castortransport aus Großbritannien nach Schleswig-Holstein im Frühjahr 2026.
Der BBU fordert ein weltweites Ende der Atommüllproduktion und ein Verbot sämtlicher Atomtransporte. „Nur so kann die Bevölkerung wirksam geschützt werden“, heißt es in der Stellungnahme.
- 14. Dezember: Advents-Sonntagsspaziergang am Atommüll-Lager in Ahaus
- Nach dem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts: Mahnwachen in Jülich und Ahaus
- Tag X1 (erster Castor-Transport): Kundgebung in Jülich und Demonstration in Ahaus
Hintergrund: Castor-Transporte
- Castor-Behälter sind Spezialbehälter für hochradioaktiven Atommüll.
Transporte erfolgen über öffentliche Straßen und gelten als besonders riskant.
Initiativen warnen vor Anschlägen, Unfällen und fehlenden Alternativrouten.
Trotz Atomausstieg werden weiterhin Brennelemente produziert und transportiert – auch international.