Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie
KEY26 850x109 ted static

Deutscher Bundestag entscheidet über CO₂-Endlager in der Nordsee

06.11.2025

Umstrittenes Kohlenstoffspeichergesetz steht vor der Verabschiedung

ccs stempel teaser.jpg.jpg
© BUND

Berlin/Hamburg - Der Bundestag stimmt heute  in zweiter und dritter Lesung über das sogenannte Kohlenstoffspeichergesetz ab. Es soll künftig die Abscheidung und Speicherung von CO₂ (Carbon Capture & Storage, CCS) in unterirdischen Endlagern unter der Nordsee ermöglichen -  ein Schritt, der in Deutschland erstmals den industriellen Einsatz der Technologie erlauben würde.

Mit dem Gesetz will die Bundesregierung den Weg für den Aufbau einer neuen CO₂-Infrastruktur ebnen. Künftig soll klimaschädliches Kohlendioxid aus Industrieprozessen,  etwa aus Zement-, Stahl- oder Chemiefabriken, abgeschieden, verpresst und dauerhaft unter dem Meeresboden gespeichert werden. Die Ampelkoalition sieht darin ein zentrales Element, um schwer vermeidbare Emissionen auf dem Weg zur Klimaneutralität auszugleichen.
 

Vehemente Kritik von Umweltverbänden: „Milliardenteure Risikotechnologie“

Doch der Schritt ist hoch umstritten. Umweltorganisationen wie Greenpeace, BUND u.a. warnen vor einer riskanten Scheinlösung, die den Umstieg auf erneuerbare Energien verzögern könnte.

Verena Graichen, Bundesgeschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Das geplante CCS-Gesetz ist ein Geschenk an die fossile Industrie. Wer jetzt hochsubventionierte Leitungsnetze und Endlager für das klimaschädliche CO2 errichtet, schafft langfristige Infrastruktur für Öl und Gas – nicht fürs Klima. Das ist der Ausstieg aus der Energiewende durch die Hintertür. Deutschland setzt damit seine internationalen Klimaverpflichtungen aufs Spiel und sendet ein fatales Signal an Städte, Länder und Unternehmen, die längst ernsthaft auf erneuerbare Energien umstellen.

CCS ist eine hochriskante Technik, die bislang zu Recht quasi verboten war. Nun soll sie plötzlich im ‚überragenden öffentliche Interesse’ liegen – obwohl massive Sicherheitsprobleme bekannt sind. Mit den geplanten CO2-Endlagern droht eine neue, unabsehbare Ewigkeitslast wie beim Atommüll.

Technisch fragwürdig, wirtschaftlich ein Fiasko, klimapolitisch verheerend: Das CCS-Gesetz ist eine Sackgasse. Profitieren werden am Ende nur wenige Konzerne, die mit Milliarden an Subventionen rechnen – auf Kosten von Klima, Steuerzahlern und künftigen Generationen. Der Bundestag muss dieses Gesetz stoppen.“

„Die Koalitionsfraktionen sind sich einig, CCS an Gaskraftwerken zuzulassen. Damit ignorieren sie die schwerwiegenden Bedenken, die im Bundesrat und in den Fachausschüssen geäußert wurden“, kritisiert Sophia van Vügt, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace.
„Hier wird eine milliardenteure Risikotechnologie gegen alle vernünftigen Einwände durchgeboxt, damit die Gasindustrie ihr Geschäftsmodell nicht ändern muss.“
 

Van Vügt verweist darauf, dass es weltweit bislang nur wenige CCS-Anlagen gebe und die meisten von ihnen extrem teuer, ineffizient und technisch unsicher seien. „Die Kohlenstoffspeicherung ähnelt dem gefährlichen Hype um Abnehmspritzen“, so die Greenpeace-Expertin. „Sie behandelt nicht die Ursachen des Problems, sondern nur die Symptome. Klimaneutralität erreichen wir nur mit hundert Prozent erneuerbaren Energien.“

Verwandte Artikel

  • Preisdiktat durch nur 10 % sündteuren Erdgasstrom unsinnig
  • Ein CSU-Konvertit vor den Vorhang
  • Erneuerbare-Branche korrigiert Aussagen von Staatssekretärin Michaela Schmidt: „Fakten statt Verzerrung – das Stromsystem braucht Klarheit, nicht Schuldzuweisungen“
  • FAKTEN-CHECK: ZIB 2 Interview Wolfgang Hattmannsdorfer
  • Erneuerbare-Branche kritisiert Hattmannsdorfer scharf: „Fakten statt populistischen Mythen – Energiepolitik braucht Ehrlichkeit“
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
06.11.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

EU macht Fortschritte bei Klima- und Energiezielen: Emissionen sinken, Energiepreise unter Druck

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Russisches Gas durch die Hintertür: Deutschlands wachsende Abhängigkeit über Belgien

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 12. Dezember 2025, 67.921 Artikel Online

Weitere Themen

  • Energie unter Spannung: Kelag-Konferenz 2025 diskutiert Wege aus Kosten- und Kommunikationskrise
  • Europas Ausstieg aus Russischem Gas ist fix
  • Neuer Bericht: Erste Group und Raiffeisen international finanzieren Expansion fossiler Konzerne
  • Norwegen entscheidet sich gegen die Finanzierung von Tiefseebergbau
  • OeEB & ACP mit neuem Dachfonds für Klimainvestitionen in Emerging Markets: Erstes Closing des ACP OeEB Climate Impact Fund erfolgt
  • PwC-Marktcheck 2025: Österreich steckt in der Energiewende fest - und die Uhr tickt gnadenlos
  • Atomausstieg: Doel 2 ging vom Netz
  • Ablehnung des "COP 30"-Fossil-Ausstiegsplans getürkt!?
  • EU-Kommission auf Irrwegen: Mini-Reaktoren als teures Hirngespinst
  • Handel auf einem globalen Markt: Wie Deutschland Abhängigkeiten bei grünen Energieträgern vorbeugen kann
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1
  • 2(current)
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
12.929 Artikel | Seite 2 von 1.293

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2025 oekonews.at
ccs stempel teaser.jpg.jpg

© BUND