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Deutsche Umwelthilfe reicht Strafanzeige gegen Kohlekonzern MIBRAG ein

26.12.2025

DUH sieht Verstoß gegen Berichtspflichten: Angaben zu Methan-Emissionen, Auswirkungen von Landnutzung und Wasserverbrauch fehlen vollständig

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© kropekk_pl pixabay.com
  • Öffentlichkeit wird über Auswirkungen der Wiedernutzbarmachung und Umstrukturierung des Kohleunternehmens im Ungewissen gelassen
  • Gegen Vorstände der LEAG und Wintershall Dea ermittelt die Staatsanwaltschaft nach ähnlichen Anzeigen der DUH bereits
  •  

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Strafanzeige gegen die Geschäftsführung des Kohleunternehmens Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) bei der Staatsanwaltschaft Halle (Zweigstelle Naumburg) in Sachsen-Anhalt eingereicht. Der Lagebericht des Konzerns weist nach Einschätzung der DUH erhebliche Mängel auf. Es fehlen Informationen über wesentliche sogenannte nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. So bleiben Methan-Emissionen aus den Tagebauen unerwähnt, zurechenbare CO2-Emissionen werden nicht quantifiziert und auch umwelt- und finanzielle Risiken in Bezug auf die Landnutzung sowie den Wasserverbrauch fehlen komplett. Angesichts der fehlenden Berichterstattung zu den Auswirkungen der Bergbautätigkeit sind auch die Angaben zu finanziellen Risiken nicht nachvollziehbar, die sich mit Blick auf das auslaufende Geschäftsmodell des Kohleabbaus aus der gesetzlichen Pflicht zur Rekultivierung des Braunkohlereviers ergeben.
 

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Auch Kohleunternehmen müssen sich an geltendes Recht halten und sind dazu verpflichtet, ihre wesentlichen Umweltrisiken vollständig offenzulegen. Ähnliche Anzeigen gegen die Vorstände von LEAG und Wintershall Dea haben bereits zur Aufnahme von Ermittlungsverfahren geführt. Das zeigt: Fehlerhafte Unternehmensberichterstattung ist kein Kavaliersdelikt, sondern hat strafrechtliche Relevanz. Die Verantwortlichen fossiler Unternehmen in Deutschland sollten das als Weckruf verstehen, ihre Aufsichtsfunktion endlich ernst zu nehmen. Eine faire Energiewende braucht eine ehrliche und transparente Unternehmensberichterstattung, die die Umweltrisiken und Folgekosten nicht verschleiert. Von der MIBRAG fordern wir eine schnelle und umfassende Aufklärung über die Umweltrisiken ihres Kohlegeschäfts."

 

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