Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Deutsche Superreiche als Klimakiller: Extreme Emissionen haben tödliche Folgen

14.02.2025

Kurz vor der deutschen Bundestagswahl mahnt Oxfam die Politik zur Bekämpfung von Ungleichheit und zu mehr Klimaschutz

Geld..jpg.jpg
© Lena Balk auf unsplash

Oxfams neue Analyse „Die tödlichen Folgen der Klimakrise“ schlüsselt die Konsequenzen der Emissionen von deutschen Superreichen auf und berechnet die massiven wirtschaftlichen Schäden, Ernteausfälle und zusätzlichen hitzebedingten Todesfälle. Die Superreichen sind durch ihren Luxus-Konsum und Investitionen für unverhältnismäßig viele Treibhausgase verantwortlich und eskalieren damit die Klimakrise. Die kommende Bundesregierung muss dringend handeln, um Reiche mit hohen Emissionen stärker für den Klimaschutz in die Verantwortung zu nehmen.
 

Extremer Reichtum als Katalysator der Klimakrise

Das reichste Prozent der Deutschen verursacht durch seinen extremen Konsum und das Investitionsverhalten unverhältnismäßig hohe Emissionen. So verursachen fünf der reichsten Deutschen nur durch ihre Jachten 1.275-mal so viele Emissionen wie eine Person in Deutschland im Durchschnitt. Allein die Privatjet-Flüge von Hasso Plattner setzten innerhalb eines Jahres geschätzt 2.000 Tonnen CO2 frei.
 

Dramatische Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesundheit und Ernährung


Die hohen Emissionen des reichsten Prozent tragen erheblich zu wirtschaftlichen Verlusten und sozialen Verwerfungen bei:

  • Bis 2023 haben die Konsumemissionen des reichsten Prozents in Deutschland wirtschaftliche Schäden von rund 40 Milliarden Dollar verursacht. Bis 2050 könnte sich dieser Schaden auf 610 Milliarden Dollar summieren.
  • Zwischen 2020 und 2120 werden die jährlichen Emissionen des reichsten deutschen Prozents voraussichtlich zu 4.400 zusätzlichen hitzebedingten Todesfällen weltweit führen, vor allem in Ländern mit niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen.
  • Die Konsumemissionen des reichsten Prozents in Deutschland haben bereits zwischen 1990 und 2023 globale Ernteverluste verursacht, die den jährlichen Kalorienbedarf von 200.000 Menschen decken würden. Bis 2050 dürften sich diese Verluste verdoppeln.

Dass Reiche und Superreiche die Klimakrise verschlimmern, ist kein Naturgesetz, sondern politisch veränderbar. Es braucht einerseits strenge Regulierung von Luxus-Emissionen, bei der etwa Privatjets und Superjachten deutlich höher besteuert oder verboten werden. Gleichzeitig dürfen sich Superreiche nicht weiter aus ihrer Verantwortung stehlen, während die Gesellschaft für die Folgen der Klimakrise die Rechnung zahlt.

Leonie Petersen, Referentin für sozial-ökologische Transformation, sagt: „Eine Vermögenssteuer ist ein längst überfälliger Schritt: Eine Mindeststeuer von zwei Prozent für Multimillionär*innen und Milliardär*innen könnte allein in Deutschland bis zu 28 Milliarden Euro mobilisieren – Geld, das in klimafreundliche Infrastruktur, soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft investiert werden kann.

Gleichzeitig muss die kommende Bundesregierung die Abkehr von den fossilen Energien konsequent weiterführen - und dafür die dringend notwendige Transformation unserer Energie- und Wirtschaftssysteme sozial gerecht ausgestalten. Dazu gehört insbesondere, einkommensschwache Haushalte finanziell zu entlasten und die Reichen und Superreichen stärker in die Verantwortung zu nehmen. Ein erster Schritt dafür wäre die zügige Einführung eines sozial gestaffelten Klimagelds zum Ausgleich der finanziellen Belastung einkommensschwacher Haushalte durch die CO2-Bepreisung.”

Links

  • OXFAM STUDIE Die tödlichen Folgen der Klimakrise
  • Drucken
  • Empfehlen
14.02.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

atomstopp: Will niemand für Atomindustrie arbeiten?

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Tag der Batterie: Fachgerechte Entsorgung für die Sicherheit entscheidend

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Samstag, 16. Mai 2026, 69.080 Artikel Online

Weitere Themen

  • Spatenstich für „Lebendige Weingärten“: Biodiversität hält Einzug in Kremser Weinbau
  • Studie der Uni Graz warnt: Fehlende Klimapolitik gefährdet Budgetsanierung
  • „Just Fashion Manifest“:  Eine Vision für eine gerechte Modeindustrie
  • Althof Retz: Erster Klimabündnis-Betrieb im Retzer Land   
  • Wie umweltbewusst ist Österreich?
  • Bildungsberatung einmal anders: Green Jobs für junge Menschen nahbar gemacht
  • Klimaschutz als Erfolgsfaktor in unsicheren Zeiten: Warum sich nachhaltiges Wirtschaften gerade jetzt auszahlt
  • Bayerischer Wald: Spaziergang auf dem "Grünen Dach Europas"
  • Circularity Champions: Österreichs Umwelttechnik trifft ins Schwarze
  • Die Klimakrise ist Realität – jetzt braucht es entschlossenes Handeln
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 2
  • 3(current)
  • 4
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.313 Artikel | Seite 3 von 1.532

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Energiewende mitgestalten – Demokratie stärken, Zukunft sichern Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Geld..jpg.jpg

© Lena Balk auf unsplash