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Deutsche Energie–Agentur unterzeichnet wegweisende Kooperation für Moskauer Klimaschutz–Projekte

22.05.2004

Deutschland und Russland engagieren sich zukünftig gemeinsam für die Durchsetzung der ehrgeizigen Klimaschutzziele in Moskau.

Dazu haben die Deutsche Energie–Agentur GmbH (dena), das russische Joint Implementation Komitee (JI Komitee) sowie das Energiedepartment der Stadt Moskau am 18. Mai 2004 eine wegweisende Kooperation vereinbart.
Die Wirtschaft Moskaus zählt ebenso wie die gesamte russische Wirtschaft zu den energie– und C02–intensivsten der Welt. Allein nach Angaben der "Energiestrategie Russlands bis zum Jahr 2020" kann der derzeitige Energieverbrauch nahezu halbiert werden, wenn die Energieressourcen effizienter genutzt werden. Vor diesem Hintergrund und auf der Basis des Kyoto–Protokoll ist es das Ziel der Kooperation, konkrete Klimaschutzprojekte gemeinsam auszuwählen und mit überzeugenden Finanzierungsmodellen für die zeitnahe Umsetzung vorzubereiten.
So soll die Wirtschaftlichkeit der anstehenden Projekte im Bereich der Moskauer Brennstoff–Energie–Wirtschaft zum Teil durch Investitionen in handelbare Emissionsminderungszertifikate abgesichert werden. Schließlich können diese – im Rahmen des Europäischen Emissionshandelssystems – zukünftig auf inländische Emissionsminderungsverpflichtungen angerechnet werden. „Die Verminderung von Treibhausgasen ist in Russland aufgrund veralteter Technologien wesentlich kostengünstiger zu realisieren als in Deutschland, die positive Wirkung für den Klimaschutz bleibt hingegen gleich„, erläutert dena–Geschäftsführer Stephan Kohler. „Investitionen in russische Klimaschutzprojekte bieten deutschen Unternehmen somit die Möglichkeit, ihre inländischen Klimaschutzaktivitäten auf wirtschaftlich effiziente Weise zu ergänzen„.
Die Deutsche Energie–Agentur wird im Rahmen der Kooperation zudem als Schnittstelle zwischen den Investoren auf deutscher und russischer Seite agieren. Hier kann die dena auf ein weit reichendes Netzwerk relevanter Akteure im Energie– und Finanzierungsbereich zurückgreifen.
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22.05.2004 | Autor*in: holler
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