Der Ausbau von Dukovany – Eine abenteuerliche Finanzierung!
Beim Ausbau von Dukovany soll ein sogenannter Contract for Difference (CfD) zum Einsatz kommen. Der tschechische Staat verpflichtet sich dabei, dem Betreiber EDU II 40 Jahre lang den gelieferten Strom zu einem festgelegten Preis abzunehmen, basierend auf einem jährlich festzulegendem Tarif und abhängig von der möglichen Leistung und nicht von der tatsächlich gelieferten Strommenge. Ist der Strompreis niedriger, muss der Staat auf Kosten der Steuerzahler einspringen.
„Es ist daher schlüssig, dass der Staat so nur Interesse an hohen Strompreisen haben kann. Darüber hinaus gewährt Tschechien einen zinsgünstigen Kredit, der über 30 Jahre hinweg nach Fertigstellung der neuen Reaktorblöcke getilgt werden soll“, erklärt Manfred Doppler.
Um auch eventuell an private Milliarden für den Bau zu kommen und die Risiken zu minimieren, soll es für etwaige Investoren Garantien zu für Atomkraft ungünstigen Entwicklungen geben, auch falls eine zukünftige Regierung Tschechiens rationaler handeln sollte – Wieder will hier der Staat mit Steuergeld einspringen.
All das muss jedoch erst von Brüssel genehmigt werden. Ein Bankenkonsortium stellt daher zwischenzeitlich unter der Führung der Komerční banka für die Vorarbeiten einen Kredit über 15 Milliarden Kronen zur Verfügung. Wie das Anti Atom Komitee vor einigen Tagen herausfand, sind dabei anscheinend auch österreichische Banken wie die Raiffeisen oder die Erste Bank* über ihre tschechischen Tochterfirmen involviert.
*) Raiffeisenbank a.s. bzw. Česká spořitelna
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