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Danube Private University forscht zu Umweltfaktoren bei Parkinson

12.08.2026

DPU ist Partnerin des Horizon-Europe-Projekts CLARITY-PD – Projektvolumen 7,8 Mio. Euro – Forschung zu Luftverschmutzung, Pestiziden und Schwermetallen als Parkinson-Risikofaktoren

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© PublicDomainPictures pixabay.com
Krems an der Donau  - Ein weiterer Erfolg für die internationale Forschungsstrategie der Danube Private University (DPU): Mit CLARITY-PD wurde erneut ein Forschungsprojekt mit Beteiligung der DPU im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Horizon Europe erfolgreich evaluiert. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt vereint 20 Partnerorganisationen aus Europa, Israel und Kanada und verfügt über ein beantragtes Gesamtfördervolumen von rund 7,8 Millionen Euro. Auf die Danube Private University entfallen davon rund 350.000 Euro.

Unter dem Titel „Causal Links of Air Pollution, Pesticides, and Heavy Metals in Parkinson’s Disease“ untersucht CLARITY-PD, welchen ursächlichen Beitrag Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung, Pestizide und Schwermetalle zur Entstehung und zum Fortschreiten der Parkinson-Krankheit leisten können. Dabei verbindet das Projekt Umwelt- und Expositionsforschung mit Biomarkeranalysen, experimentellen Krankheitsmodellen, digitalem Monitoring und erklärbaren KI-basierten Risikomodellen.
 

Die Dimension des Projekts ist beachtlich: Mehr als 5.000 retrospektive Biobank-Proben sollen analysiert werden. Anschließend werden identifizierte Zusammenhänge in humanrelevanten Modellsystemen überprüft und in einer prospektiven, multinationalen Beobachtungskohorte mit rund 1.200 Teilnehmer:innen an sieben Standorten validiert. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur über statistische Zusammenhänge, sondern möglichst über kausale Mechanismen zwischen Schadstoffexposition und Parkinson zu gewinnen.

DPU bringt Expertise in der neurodegenerativen Forschung ein


Eine zentrale Aufgabe der DPU liegt in der mechanistischen Validierung. Gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) und Organotherapeutics bildet die Universität eine experimentelle Forschungskette, die konsequent dem 3R-Prinzip zur Reduktion von Tierversuchen folgt. Die DPU übernimmt dabei insbesondere das toxikogenomische Screening in Hefemodellen. Diese ermöglichen eine schnelle Untersuchung von Mechanismen, die unter anderem mit Alpha-Synuclein, mitochondrialer Dysfunktion und oxidativem Stress verbunden sind und bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson eine wesentliche Rolle spielen.

Diese Arbeiten bauen auf der bereits bestehenden Forschung der DPU zu neurodegenerativen Erkrankungen auf. Die entsprechende Forschungsplattform unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ralf Braun untersucht mit Saccharomyces cerevisiae molekulare und zelluläre Mechanismen von Proteinfehlfaltungs- und neurodegenerativen Erkrankungen.

Darüber hinaus übernimmt die DPU im Projekt Aufgaben im Bereich der Living Labs und des Stakeholder-Engagements. Damit sollen wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit relevanten gesellschaftlichen Gruppen in verständliche und praktisch nutzbare Präventions- und Entscheidungsinstrumente übersetzt werden.

 

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