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Damit die Chemie stimmt

20.11.2006

Gesundheits– und Umweltschutz in den eigenen vier Wänden

ja © die Umweltberatung – www.umweltberatung.at
ja © die Umweltberatung – www.umweltberatung.at
90% seiner Lebenszeit verbringt der moderne Mensch in geschlossenen Innenräu–men: Eine schadstofffreie Umgebung und ein gutes Raumklima sind daher wichtig, um gesund und leistungsfähig zu bleiben und um sich wohl zu fühlen. Körper und Geist werden aber oft unabsichtlich mit einem Cocktail an Zusatz– oder sogar Gift–stoffen bombardiert: In Lebensmitteln, Kosmetika, Haushaltschemikalien lauern teils erhebliche Gefahren. Welche das sind und wie man/ frau sie vermeiden oder ersetzen kann, darüber informierten sich knapp 70 TeilnehmerInnen bei der gestrigen Tagung „Damit die Chemie stimmt„ im Rahmen von ‚20 Jahre "die umweltberatung"‚.
Es beginnt beim Frühstück: Der Aufstrich ist monatelang haltbar, der Skandal um Gammel–fleisch, von verantwortungslosen Händlern in Verkehr gebracht, hat viele Menschen aufgerüttelt. Viele sind verunsichert und fordern Aufklärung über beabsichtigte und unbeabsichtigte Zusatzstoffe in Lebensmitteln. Essen soll Genuss bleiben! DI Helmut Bohacek von der NÖ Arbeiterkammer informierte über Unverträglichkeiten und gab Tipps für den sicheren Weg durch den Dschungel an E–Nummern und Nahrungsergänzungsmitteln.

Gesunde Luft

Am stillen Örtchen oder im Wartezimmer, es riecht nach allen erdenklichen Blüten und Früchten. Viele Geruchsstoffe schaden jedoch Umwelt und Gesundheit, viele sind Allergieauslöser. Dr. Susanna Stark von ‚‚die umweltberatung‚‚: „Allergische Erkrankungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen, eine Ursache dafür liegt bei den Haushaltschemikalien! Duft wird oft mit ‚Sauberkeit‚ gleichgesetzt, aber darin liegt ein gefährlicher Irrtum! Mit Chemie kann nicht nur schlechter Geruch übertüncht werden, oft werden mit der „Duftverbesserung„ auch gefährliche Stoffe eingeatmet.„ Stark warnte auch davor, dass nur die wenigsten Duftstoffe hinsichtlich ihrer Wirkung auf Gesundheit und Umwelt untersucht sind und motivierte zu „geruchsfreien„ Zonen – „Lüften ist die beste Duftverbesserung!„
DI Peter Tappler vom Innenraum Mess– und Beratungsservice erzählte aus der Praxis: Nur ein Zehntel unserer Lebenszeit verbringen wir im Freien – schadstofffreie Innenräume sind daher besonders wichtig. Seine Testreihen ergeben, dass Luftqualität und Leistungs–fähigkeit in engem Zusammenhang stehen. Bei Schadstoff belasteter Luft wurden zB bei Textverarbeitungsbeispielen ein Fünftel mehr Tippfehler gemacht! Mehr Leistungsfähigkeit heißt letztlich auch mehr Wohlbefinden – und trotz Feinstaubproblematik ist die Luft im Freien gesünder als in Innenräumen. „Lüften und Aufenthalt im Freien„ – auch sein Credo.
Ein häufiges Problem im Wohnbereich ist Schimmel. Schimmel beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden: Dr. Hans–Peter Hutter von den ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt erläuterte das Gesundheitsrisiko, das von Schimmel ausgeht. Besonders die Stoffwechsel–endprodukte, die von den Pilzen ausgehen, können hochaktive Gifte beinhalten. Was gegen Schimmel hilft? Lüften und Sanierung von Bauschäden wie Kältebrücken ist das Wichtigste. Von eigenhändigen Reinigungsaktionen ohne professionelle Unterstützung riet der Arzt allerdings ab – denn nur die Ursachenbekämpfung schafft dauerhaft Besserung.

Gesetzliche Gesundheitsvorsorge

„KonsumentInnen können nur dann vor gefährlichen Chemikalien geschützt werden, wenn die europäische Gesetzgebung energisch die in Verkehr Setzung von chemischen Stoffen reglementiert„, meinte Mag. Dr. Thomas Jakl vom Lebensministerium. Er bestätigte, dass KonsumentInnenbedürfnisse im Interessenskonflikt mit der Wirtschaft nur schwer durchgesetzt werden. Das europaweite „REACH–System„, also die Richtlinie zu Registrierung, Evaluierung und Autorisierung Chemischer Stoffe, soll diese widerstrebenden Bedürfnisse einheitlich regeln und Sicherheit schaffen für Industrie und KonsumentInnen. Weil die Risikobewertung von Chemikalien nur möglich ist, wenn die Inhaltsstoffe bekannt sind und HerstellerInnen ihre Daten offen legen, soll der europäische Markt künftig nur für eingeschätzte Chemikalien offen sein. In den letzten Wochen wurde die Aufweichung der EU–Richtlinie heftig kritisiert, im Europäischen Parlament starten jetzt Initiativen, sie nicht zu verwässern. Es gibt auch Bestrebungen, Tabak und Nanopartikel zu reglementieren.
DI Helmut Bohacek, NÖ Arbeiterkammer und Christian Mokricky von "die umweltbera–tung" stellten fest: „Umwelt– und KonsumentInnenschutz ist Gesundheitsvorsorge für die Bevölkerung! Ein erster Schritt ist getan und wir wollen weiter zusammenarbeiten!„ Die beiden Organisationen planen auch zukünftige Aktionen im Interesse der Menschen: Am 5. Dezember startet in St. Pölten die Aktion „Weg damit!„ Unnötige und umweltbelastende Wasch– und Putzmittel sollen nicht in den Einkaufskorb kommen.

20 Jahre "die umweltberatung"

Der Veranstaltungsreigen ‚20 Jahre "die umweltberatung"‚ neigt sich seinem Ende und Höhepunkt zu! Diese Woche findet in Amstetten das große Zukunftssymposium „Trends im Umweltbereich„ statt. DI Dr Franz Fischler, Prof Dr Helga Kromp–Kolb, Dr Hermann Scheer und Dr Sophie Karmasin untersuchen und diskutieren die globalen Trends aus Sicht von Klima– und Meinungsforschung, Energie, Ökologie und Wirt–schaft. Die Tagung klingt bei Geburtstagsempfang und Konzert der „Liederlich´ Spielleut„ aus. "die umweltberatung" lädt alle Interessierten herzlich dazu ein!
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20.11.2006 | Autor*in: holler
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