Dämmen statt brennen!
Steigende Öl–, Gas– und Strompreise sorgen zur Zeit für zahlreiche Diskussionen. Obwohl sich die Preissteigerungen schon seit Jahren abgezeichnet haben, wurden zahlreiche Häuser noch immer nicht saniert und verbessert. Der Waldviertler Energie–Stammtisch organisierte am Donnerstag einen Informationsabend zum Thema „Dämmen statt Brennen„ um zu zeigen, wie unnötige Heizkosten vermieden werden können, um für die Zukunft nachhaltig vorzusorgen.
Projekt "Haus der Zukunft"
Der Architekt DI Johannes Kislinger, von der ah3 architekten zt gmbH www.ah3.at, stellte in seinem Referat den Passivhauskindergarten in der Gemeinde Ziersdorf vor. Bei der Projektierung musste besonders darauf geachtet werden, dass die Raumwärme in erster Linie zu den Betriebszeiten am Vormittag zur Verfügung steht. Gleichzeitig musste berücksichtigt werden, dass es ab Mai durch die Sonneneinstrahlung nicht zu warm im Gebäude wird. Der Kindergarten wurde im Rahmen des Projekts „Haus der Zukunft„ erbaut und zeigt auch, dass Passivgebäude umweltschonend und trotzdem preiswert errichtet werden können. Für die verwendeten Teile wurden auch die Nachweise für die ökologische Produktion verlangt, so dass auch die Umweltbelastung und der Energieverbrauch für die Errichtung des Gebäudes errechnet werden konnten. Die entwickelten Berechnungsprogramme ermöglichen eine Optimierung des Gebäudes aus energetischer, ökologischer und finanzieller Sicht. Ein Pelletsofen mit 10 kW Leistung reicht nun aus, um den ganzen Kindergarten mit vier Gruppen für 120 Kinder zu beheizen.
Ökologische und energietische Bewertung
DI Kislinger zeigte in seinem Referat, wie die verschiedenen Dämmstoffe energetisch aber auch ökologisch bewertet werden können. Je nach den Anforderungen können dann auch verschiedene Dämmstoffe eingesetzt werden, so dass mit Zellulose, Flachs, Wolle, Stroh aber auch Recyclingmaterialien bereits zahlreiche ökologisch gut verträgliche Dämmmaterialien zur Verfügung stehen.
Durch gute Dämmung und die richtige Ausrichtung zur Sonne, kann ein Baustandard erreicht werden, dass die Gebäude so wenig Heizenergie benötigen, dass sie ohne zusätzliche Heizung auskommen können. Dabei zeigt der Kindergarten Ziersdorf mit seiner Süd–Ost–Ausrichtung, dass die optimale Ausrichtung auch von der Nutzung des Gebäudes abhängig ist.
Durch gute Dämmung und die richtige Ausrichtung zur Sonne, kann ein Baustandard erreicht werden, dass die Gebäude so wenig Heizenergie benötigen, dass sie ohne zusätzliche Heizung auskommen können. Dabei zeigt der Kindergarten Ziersdorf mit seiner Süd–Ost–Ausrichtung, dass die optimale Ausrichtung auch von der Nutzung des Gebäudes abhängig ist.
Plusenergiehäuser
Durch aktive Energienutzung, zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen, können auch Plusenergiehäuser erreicht werden. Diese Gebäude sind auf Grund des geringen Eigenenergieverbrauches in der Lage, durch die aktive Energiegewinnung mehr Energie zu erhalten, als verbraucht wird, so dass sogar ein Energieüberschuss erzielt werden kann.
Auf Grund des ausgeschöpften 15MW–Photovoltaikdeckels und der zahnlosen NÖ Photovoltaikförderung ist es allerdings schwierig, dass solche Häuser zur Zeit umgesetzt werden. Die NÖ Landesregierung hat zwar eine Förderung in Aussicht gestellt, die meisten Anträge werden aber abgelehnt, wodurch keine Planungssicherheit besteht und Betriebe mehr abgeschreckt als animiert werden, Solarstromanlagen zu errichten. Es wäre höchste Zeit auf den sinkenden Anteil Erneuerbarer Energie im Strommix zu reagieren und umweltschonende Technologien nachhaltig und vor allem beständig zu fördern.
Auf Grund des ausgeschöpften 15MW–Photovoltaikdeckels und der zahnlosen NÖ Photovoltaikförderung ist es allerdings schwierig, dass solche Häuser zur Zeit umgesetzt werden. Die NÖ Landesregierung hat zwar eine Förderung in Aussicht gestellt, die meisten Anträge werden aber abgelehnt, wodurch keine Planungssicherheit besteht und Betriebe mehr abgeschreckt als animiert werden, Solarstromanlagen zu errichten. Es wäre höchste Zeit auf den sinkenden Anteil Erneuerbarer Energie im Strommix zu reagieren und umweltschonende Technologien nachhaltig und vor allem beständig zu fördern.