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Dachverband Energie-Klima zur Ökostromnovelle

22.09.2004

Planbarkeit und Lenkung der Budgetmittel grundsätzlich positiv - Die Ökoenergie-Branche fordert stärkere Einbindung bei der Weiterentwicklung des Ökostromgesetzes

Der Dachverband Energie-Klima steht einer Novelle des Ökostromgesetzes, die eine Planbarkeit und Lenkung der Budgetmittel zum Ziel hat, grundsätzlich positiv gegenüber. Die bisher in der Novelle vorgeschlagenen Regelungen scheinen aber noch nicht geeignet zu sein, den Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Stromversorgung zu sichern und so das vorgegebene Klimaziel entsprechend dem Kyoto-Protokoll zu erreichen.

Anlagenhersteller brauchen entsprechende Rahmenbedingungen auf Ökoenergiemarkt

Besonders sollen nach Ansicht des Dachverbandes jene Technologien zur Herstellung von Strom aus erneuerbaren Energien gefördert werden, die eine hohe inländische Wertschöpfung bewirken oder besondere Exportchancen für österreichische Unternehmen eröffnen. Unter Wertschöpfung muss hier aber auch Technologieentwicklung, Planung, Projektentwicklung, Engineeringtätigkeiten, Markteintritt, Management und Serviceaktivitäten verstanden werden.
"Den betroffenen Branchen, die durch den Dachverband vertreten werden, ist es ein großes Anliegen, an einer ökologisch vertretbaren und ökonomisch vernünftigen Lösung mitzuarbeiten. Die Anlagenhersteller sind ja einerseits indirekt als Hersteller von Anlagen zur Ökostromerzeugung, andererseits als Stromkunden betroffen", argumentiert Robert Kanduth, Obmann des Dachverbandes Energie-Klima.
Besonderen Diskussionsbedarf sieht Kanduth bei der Deckelung der Vergütungen auf eine Maximalsumme pro Jahr, beim Ausschreibungsmodell zur Steigerung der Effizienz und Qualität der Anlagen und bei der Beschränkung der Förderungen auf 10 Jahre.
"Die Anlagenhersteller von Biomassekesseln, Biogasanlagen, Photovoltaikanlagen und Kleinwasserkraft brauchen geeignete Rahmenbedingungen, um einen Ökoenergiemarkt aufbauen und stabilisieren zu können, der für Österreich und die EU die Versorgungssicherheit verbessern soll", resümiert Kanduth.
Der Dachverband Energie-Klima mit Sitz in der Wiedner Hauptstraße ist eine Interessensvertretung der Wirtschaft. In dieser Plattform sind Fachverbände des Gewerbes, des Handels und der Industrie sowie Vereine organisiert, die sich um die wirtschaftliche Umsetzung im Zusammenhang mit erneuerbaren Energieträgern und Klimaschutz kümmern. Der Dachverband versteht sich in diesem Bereich als erster Ansprechpartner der Wirtschaft.
Im Vordergrund der Aktivitäten des Dachverbandes steht die wirtschaftsorientierte Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen sowohl im Inland als auch durch die Förderung der Exporttätigkeit (auch in Zusammenhang mit den "flexiblen Instrumenten") im Ausland.
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich Fachverband d. Maschinen- u. Stahlbauindustrie Fr. Mag. Andrea Stockinger
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0163 2004-09-22/12:35

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22.09.2004 | Autor*in: holler
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