COP30 im Amazonas: Die grüne Lunge der Welt atmet schwer
„Zehn Jahre nach dem Pariser Klimavertrag ist die Weltgemeinschaft weit von ihren damaligen Versprechen entfernt. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist riesig“,
mahnt Reinhard Uhrig, Klimasprecher des WWF Österreich.
Forderung nach globalem Kraftakt
„Die Zerstörung und Übernutzung der Natur zählt zu den größten Treibern der Klimakrise. Wir müssen sie besser schützen und zerstörte Flächen renaturieren.“
„Hier in Belém geht es um die Frage, ob Staaten und Zivilgesellschaft bereit sind, ein existenzielles globales Problem gemeinsam anzugehen. Die Öl- und Gasindustrie lobbyiert mit Milliarden gegen den Erfolg erneuerbarer Energien. Deutschland und die EU dürfen nicht zulassen, dass diese Kräfte die Konferenz scheitern lassen.“
BUND: EU schwächt Klimaschutz – keine „Scheinlösungen“
„Die EU verlagert europäischen Klimaschutz ins Ausland. Schlupflöcher wie CCS und ein Ablasshandel über fünf Prozent der Emissionen sind das Gegenteil von Klimaschutz – sie sind Freifahrtscheine für die fossile Industrie.“
„Klimaschutz braucht Entschlossenheit, keine Buchungstricks. Deutschland und die EU müssen Verantwortung übernehmen und für den 1,5-Grad-Pfad kämpfen.“
Zivilgesellschaft im Fokus
„In Belém, wo alle Flüsse zusammenfließen, bündeln sich jetzt auch die Stimmen der internationalen Zivilgesellschaft“, sagt Eduardo Raguse von Friends of the Earth. „Aktivist*innen, indigene Gruppen und NGOs bringen ihre Perspektiven auf die Straße – ein kraftvolles Signal für Klimagerechtigkeit und echte Veränderung.“
Auch die BUNDjugend unterstreicht die Verantwortung der jungen Generation. Karola Knuth fordert, dass die COP30 ein Wendepunkt wird: „Auf dieser COP muss es jetzt ums Machen gehen – alle Lösungen liegen längst auf dem Tisch.“
Ein Jahrzehnt nach Paris: Die Stunde der Wahrheit
Zehn Jahre nach der historischen Einigung von Paris steht die Weltgemeinschaft an einem Scheideweg. Der Amazonas, dessen Abholzung in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat, wird zum Symbol für das, was auf dem Spiel steht: das Überleben zentraler Ökosysteme – und damit der Menschheit selbst.
Die kommenden zwei Wochen in Belém entscheiden, ob aus Versprechen endlich Taten werden – oder ob die Welt weiterhin auf einen gefährlichen Kurs zusteuert.