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COP30 im Amazonas: Die grüne Lunge der Welt atmet schwer

10.11.2025

Zehn Jahre nach dem Pariser Abkommen steht die Welt am Scheideweg – Umweltorganisationen fordern echte Klimaschutz-Offensive

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Veränderte Niederschlagsmuster und eine schwächere Ozeanzirkulation könnten Regenwälder austrocknen, empfindliche Ökosysteme bedrohen und die Lebensgrundlagen in den Tropen zerstören. Das zeigt eine neue Studie in Nature. © Ute Merkel
Belém/Berlin/Wien - Vom 10. bis 21. November 2025 findet die 30. UN-Klimakonferenz (COP30) erstmals im Herzen des Amazonasgebiets statt – einem Ort, der wie kaum ein anderer Symbol für die globale Klimakrise steht. Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen fällt die Bilanz ernüchternd aus: Die Weltgemeinschaft ist weit von ihrem 1,5-Grad-Ziel entfernt, und die Schere zwischen politischen Versprechen und tatsächlichem Handeln klafft immer weiter auseinander. Umweltorganisationen wie WWF, Greenpeace und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern von der internationalen Politik entschlossenes Handeln statt Scheinlösungen.

 

„Zehn Jahre nach dem Pariser Klimavertrag ist die Weltgemeinschaft weit von ihren damaligen Versprechen entfernt. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist riesig“,
mahnt Reinhard Uhrig, Klimasprecher des WWF Österreich.

Forderung nach globalem Kraftakt

Für den WWF ist die COP30 eine entscheidende Wegmarke. Um die globale Erwärmung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen, brauche es jetzt konkrete Ausstiegspläne aus Kohle, Öl und Gas, ein Ende fossiler Subventionen und eine konsequente Stärkung des Naturschutzes. Gesunde Ökosysteme wie Wälder, Moore und Flüsse seien entscheidende Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise, betont Uhrig:

„Die Zerstörung und Übernutzung der Natur zählt zu den größten Treibern der Klimakrise. Wir müssen sie besser schützen und zerstörte Flächen renaturieren.“

Auch Greenpeace ruft zu einem entschlossenen Kurswechsel auf. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, sieht die diesjährige Konferenz in Belém als besonders politisch:

„Hier in Belém geht es um die Frage, ob Staaten und Zivilgesellschaft bereit sind, ein existenzielles globales Problem gemeinsam anzugehen. Die Öl- und Gasindustrie lobbyiert mit Milliarden gegen den Erfolg erneuerbarer Energien. Deutschland und die EU dürfen nicht zulassen, dass diese Kräfte die Konferenz scheitern lassen.“

Kaiser fordert einen klaren Plan für den Ausstieg aus fossilen Energien und einen Waldaktionsplan, um die Zerstörung des Amazonas zu stoppen – jenes Ökosystems, das oft als „grüne Lunge der Erde“ bezeichnet wird.

BUND: EU schwächt Klimaschutz – keine „Scheinlösungen“

Besonders scharf kritisiert der BUND die Haltung der Europäischen Union, die ihr 2040-Klimaziel zuletzt abgeschwächt hat. Statt konsequentem Klimaschutz setze die EU auf internationale Zertifikate und Schlupflöcher wie CO₂-Speicherung (CCS), warnt Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND:

„Die EU verlagert europäischen Klimaschutz ins Ausland. Schlupflöcher wie CCS und ein Ablasshandel über fünf Prozent der Emissionen sind das Gegenteil von Klimaschutz – sie sind Freifahrtscheine für die fossile Industrie.“

Mit Blick auf den Climate Leaders Summit am 6. und 7. November, bei dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz sprach, fordert Bandt entschlossenes Handeln:

„Klimaschutz braucht Entschlossenheit, keine Buchungstricks. Deutschland und die EU müssen Verantwortung übernehmen und für den 1,5-Grad-Pfad kämpfen.“

Zivilgesellschaft im Fokus

Neben den offiziellen Verhandlungen rückt in diesem Jahr auch die internationale Zivilgesellschaft stärker in den Mittelpunkt. In Belém findet erstmals seit Jahren wieder ein unabhängiger Gegengipfel statt, organisiert unter anderem von der brasilianischen BUND-Schwesterorganisation Friends of the Earth Brazil.

„In Belém, wo alle Flüsse zusammenfließen, bündeln sich jetzt auch die Stimmen der internationalen Zivilgesellschaft“, sagt Eduardo Raguse von Friends of the Earth. „Aktivist*innen, indigene Gruppen und NGOs bringen ihre Perspektiven auf die Straße – ein kraftvolles Signal für Klimagerechtigkeit und echte Veränderung.“

 

Auch die BUNDjugend unterstreicht die Verantwortung der jungen Generation. Karola Knuth fordert, dass die COP30 ein Wendepunkt wird:  „Auf dieser COP muss es jetzt ums Machen gehen – alle Lösungen liegen längst auf dem Tisch.“


 

Ein Jahrzehnt nach Paris: Die Stunde der Wahrheit

 

Zehn Jahre nach der historischen Einigung von Paris steht die Weltgemeinschaft an einem Scheideweg. Der Amazonas, dessen Abholzung in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat, wird zum Symbol für das, was auf dem Spiel steht: das Überleben zentraler Ökosysteme – und damit der Menschheit selbst.

Die kommenden zwei Wochen in Belém entscheiden, ob aus Versprechen endlich Taten werden – oder ob die Welt weiterhin auf einen gefährlichen Kurs zusteuert.

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Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Montag, 15. Dezember 2025, 67.947 Artikel Online

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