COP30: Greenpeace fordert internationalen 1,5-Grad-Aktionsplan
Belém -Gestern begann der UN-Klimagipfel COP30 in Belém, Brasilien. Zum Auftakt fordert Greenpeace einen internationalen 1,5-Grad-Aktionsplan, der zentrale Säulen wie Waldschutz, den Ausstieg aus fossilen Energien und eine ausreichende Klimafinanzierung beinhaltet. Die Umweltschutzorganisation plädiert dafür, fossile Konzerne angemessen zu besteuern und die Einnahmen für Klimaschutzmaßnahmen zu nutzen.
Jasmin Duregger, Klimaexpertin bei Greenpeace Österreich, betont: „Belém kann zu einem Zeichen der Hoffnung werden, wenn sich genügend Staaten zusammenschließen und einen Aktionsplan vorlegen, der den Ausstieg aus fossilen Energien vorantreibt und die Zerstörung der Wälder stoppt. Ebenso wichtig ist, dass dringend benötigte Gelder für Klimaschutzmaßnahmen fließen. Öl- und Gaskonzerne verdienen weiter auf Kosten der Erderhitzung – das müssen wir stoppen.“
Der Gipfel dauert zwei Wochen. Auch Österreichs Klimaminister Norbert Totschnig wird an den Verhandlungen teilnehmen. Greenpeace mahnt, dass Österreich sowohl international als auch national seine Hausaufgaben machen müsse: Der Ausstieg aus Öl und Gas komme bisher nur schleppend voran, Förderungen für den Heizungstausch seien gekürzt, während weiterhin nach Gas gebohrt werde.
Greenpeace fordert, dass Österreich den Ausstieg bis 2040 verbindlich im Klimagesetz verankert und seine Blockadehaltung bei der EU-Entwaldungsverordnung aufgibt. „Wer den Schutz der Wälder untergräbt, gefährdet nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch den globalen Kampf gegen die Klimakrise“, so Duregger.