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UN-Klimagipfel: Greenpeace fordert faire Klimafinanzierung und klare Ausstiegspläne für fossile Energien

11.11.2024

Verursacher müssen für Klimakrise zahlen - Österreichs nächste Regierung muss Energiewende vorantreiben

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ERDE © pixabay.com
Wien/Baku  - Vor dem heutigen Start des UN-Klimagipfels in Baku, Aserbaidschan, fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace die verhandelnden Staaten dazu auf, eine faire Klimafinanzierung zu beschließen. Zum einen müssen die öffentlichen Mittel für die Klimafinanzierung auf Billionen statt Milliarden steigen, zum anderen müssen auch endlich die Verursacher der Klimakrise - fossile Konzerne - angemessen besteuert werden. Um die beim letzten Klimagipfel beschlossene Abkehr von fossiler Energie zu verwirklichen, müssen alle Länder konkrete Ausstiegspfade für Kohle, Öl und Gas in ihren Klimaplänen verankern. Auch Österreich ist hier gefordert: Die nächste Regierung muss in ihrem Programm konsequent die Energiewende verankern und ausreichend Finanzmittel für den internationalen Klimaschutz bereitstellen.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace, ist beim Klimagipfel in Baku vor Ort: “Um Menschen weltweit wirkungsvoll vor der Zerstörungswut der Klimakrise zu schützen, braucht es genügend Geld.” Während Expert:innen davon ausgehen, dass jährlich 2,4 Billionen US-Dollar für Klimafinanzierung notwendig sind, liegt das bisherige Ziel für Gelder nur bei 100 Milliarden US-Dollar.
“Um die wachsende Finanzierungslücke zu schließen, müssen sich reiche Länder auf der Klimakonferenz in Baku zu einem neuen ehrgeizigen Klimafinanzierungsziel verpflichten. Nur dann können auch Länder mit schwächeren Staatshaushalten aus fossilen Energien aussteigen und sich gegen die Auswirkungen der Klimakrise wappnen. Zentral ist dabei, dass die fossile Industrie - der Hauptverursacher der Klimakrise - für diese Zahlungen zur Kasse gebeten wird”, so Duregger.
Bei der Klimafinanzierung geht es nicht nur um Klimaschutzmaßnahmen, sondern auch um Gelder für Anpassungsmaßnahmen, wie Hochwasserschutz sowie Zahlungen für klimabedingte Schäden und Verluste. Insbesondere die letzten beiden Bereiche wurden bisher vernachlässigt. Damit dies in Zukunft nicht passiert, fordert Greenpeace Unterziele für alle drei Teile Teilbereiche.
Nächstes Jahr werden die neuen Klimaschutzpläne (NDC) der Länder fällig. Um die beim Klimagipfel in Dubai beschlossene “Abkehr von fossilen Energien” zu untermauern müssen die Klimaschutzpläne nicht nur Ziele für die Treibhausgasreduktion beinhalten, sondern auch konkrete Ziele und Ausstiegspläne für Kohle, Öl und Gas. Für die EU steht eine Reduktion von 90% der klimaschädlichen Emissionen bis 2040 im Raum. Von der neuen österreichischen Regierung erwartet sich Greenpeace eine klare Unterstützung des Ziels. “Ohne ein konsequentes Ende von fossilen Energien, haben wir keine Chance, die Klimakrise und die Zuspitzung von Extremwetter zu stoppen. Die Länder müssen ihrem Versprechen, Kohle, Öl und Gas den Rücken zu kehren, Leben einhauchen und Pläne dafür auf den Tisch legen”, so Duregger.

Factsheet zum UN Klimagipfel in Baku 

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