Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

CIPRA protestiert gegen EU–Kommission

22.09.2005

EU–Kommission will Alpenkonventions–Verkehrsprotokoll nicht unterzeichnen

Die EU–Kommission hat vor über vier Jahren die Unterzeichnung des Protokolls „Verkehr„ der Alpenkonvention eingeleitet. Nun soll der Staatsvertrag doch nicht unterzeichnet werden. Dies ruft die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA auf den Plan.
EU–Kommissionspräsident Barroso und Vizepräsident Verheugen wollen am kommenden Dienstag der EU–Kommission den Rückzug von 73 Gesetzesvorhaben empfehlen, weil sie nicht durchsetzbar, unausgegoren oder nicht mehr aktuell seien bzw. nicht der Lissabon–Strategie entsprechen. Zu diesen Vorlagen gehört auch das Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention, dessen Unterzeichnung die Europäischen Kommission bereits im Januar 2001 dem Rat vorgeschlagen hatte.
Das Verkehrsprotokoll wurde von allen Vertragsparteien der Alpenkonvention unterzeichnet ausser von der EU. Fünf Staaten, Liechtenstein, Deutschland, Österreich, Slowenien und Frankreich, haben das Protokoll auch schon ratifiziert, so dass es dort geltendes Recht ist. Noch im Mai dieses Jahres hatte EU–Kommissions–Vizepräsident Verheugen in Aussicht gestellt, dass das Protokoll Verkehr „demnächst„ dem Rat zur Unterzeichnung vorliegen werde. Nun soll die EU das Protokoll nach dem Willen Verheugens und Barrosos doch nicht unterzeichnet werden.
Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA mit über 100 Mitgliedsorganisationen im gesamten Alpenraum wehrt sich entschieden gegen dieses Vorhaben und hat die Alpenstaaten dazu aufgefordert, Widerstand dagegen zu leisten. Nach Ansicht der CIPRA ist dieser Staatsvertrag die Grundlage für eine moderne und zukunftsfähige Verkehrspolitik in den Alpen. Es wäre als massiver Rückschritt zu werten, wenn die EU sich von ihren Bekenntnissen für eine nachhaltige Verkehrspolitik verabschieden würde. Dies wäre als Geringschätzung gegenüber der Alpenbevölkerung zu betrachten, welche durch überbordenden Transitverkehr mit den entsprechenden ökologischen, ökonomischen, sozialen und nicht zuletzt gesundheitlichen Folgen massiv belastet ist.
Die CIPRA fordert die EU–Kommission deshalb auf, auf die Streichung der Vorlagen zu verzichten, die Unterzeichnung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention unverzüglich einzuleiten und anschliessend die Ratifizierung dieses für die Alpen sehr wichtigen Staatsvertrags in die Wege zu leiten, wie dies die Mehrzahl der in der Alpenkonvention vertretenen EU–Staaten bereits getan haben.
Zur Delegiertenversammlung der CIPRA werden heute in Brig/Schweiz rund 40 Delegierte aus sieben Alpenstaaten erwartet. Dort wird über die aktuelle Lage bei der Alpenkonvention und insbesondere beim Verkehrsprotokoll beraten. Anschliessend an die Versammlung wird eine rund 150–köpfige internationale Gemeinde ebenfalls in Brig an der CIPRA–Jahresfachtagung zum Thema „AlpenStadt–Alpenland, Die Verantwortung der Alpenstädte für die Zukunft der Alpen„ teilnehmen.
  • Drucken
  • Empfehlen
22.09.2005 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Bodenseetour 2005: "Halt die Welt im Gleichgewicht !"

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Null–Emissionsfahrzeuge gegen Feinstaubproblematik

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 18. Januar 2026, 68.144 Artikel Online

Weitere Themen

  • Postbus und private Busbetreiber ziehen im Bregenzerwald an einem Strang
  • Greenpeace: Wo bleibt das Veto gegen Tempo 160?
  • Tempo 160: Wahnsinn für Mensch und Umwelt!
  • Deutscher Koalitionsvertrag: Entwarnung für Biokraftstoffe!
  • Elektroautos: Österr. Filmarchiv setzt auf nachhaltige Mobilität
  • Lkw–Verkehr in Österreich belastet Steuerzahler direkt mit 1,3 Milliarden Euro pro Jahr!
  • 100 Pflanzenöl–Traktoren verlassen das Versuchsfeld
  • Feinstaub verkürzt Lebenserwartung
  • 2050: Zwei Milliarden Autos belasten das globale Klima
  • Ökostaffel 2005: Übergabe des Botschaftsbuches an Bundespräsidenten
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1100
  • 1101(current)
  • 1102
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.488 Artikel | Seite 1.101 von 1.149

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at