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Bürgerinitiative deckt auf: Lobauautobahn – Klage und Milliardengrab droht

21.01.2004

Amerikanische Archiv–Dokumente belegen: Die Lobau (Ölhafen) war zentrales Kriegsziel im 2. Weltkrieg, durch Entminung droht Menschen– und Steuergelder–Grab

ja © www.lobauautobahn.at
ja © www.lobauautobahn.at

Lobau als Bombenopfer

Wie jetzt bekannt wurde, war die Lobau Zielgebiet Nummer 1 der amerikanischen Bombardements im 2. Weltkrieg. Und das nicht ohne Grund: Der Ölhafen war eine wichtige Wirtschaftsader während dieser dunklen Zeit. Nicht weniger als 8.000 Bomben wurden über der jetzt geplanten Autotrasse abgeworfen, wovon hunderte Blindgänger noch jetzt darauf "warten" ausgegraben zu werden. Aber wer zahlt diese Entminungsaktion? – Egal, ob wir Steuerzahler, die ASFINAG oder sonst wer. Klar ist, dass sich diese Blitzaktion der Rathaus–SPÖ zu einem Milliardengrab entwickelt. Bei einer Veranstaltung verschiedener Bürgerinitiativen zur Lobau–Autobahn wurde auf zusätzliche Kosten aufmerksam gemacht, an die jetzt noch niemand denken möchte: "Wer zahlt die Polizei–Einsätze, um die Lobau–Aktivisten wegzuräumen".
Unkosten und Naturzerstörung, das wird selbst der EU zu bunt. Es droht daher eine EU–Klage gegen Österreich. Wir können nur hoffen, dass Wiens Regierung zur Vernunft kommt, und endlich die von einer breiten Front ausgearbeiteten konstruktiven Alternativ–Vorschläge prüft und umsetzt. Wenn nicht nur Ing. Breitfüsse in unserer Stadtregierung sitzen, bleibt Hoffnung.
Am Do., den 22.1. betreut die Bürgerinitiative Rettet die Lobau ab 8 Uhr in der Schottentor–Passage (unten) einen Infostand zum Thema. Es besteht die Möglichkeit, sich Pläne über die Lobauautobahn anzuschauen. Es stehen kompetente Auskunftspersonen für alle Fragen rund um die Lobauautobahn zur Verfügung.
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21.01.2004 | Autor*in: pawek
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