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Bodensee–Anrainer lehnen "Fracking" einstimmig ab

10.12.2012

Vorarlberger LH Wallner: "Wichtiger Schulterschluss zum Schutz der Bevölkerung und des Trinkwassers"

© Global 2000
© Global 2000
Walzenhausen – Unter Vorsitz von Regierungsrat Jakob Brunnschweiler (Appenzell Ausserrhoden) tagten am Freitag (7. Dezember) die Regierungschefs und Regierungsvertreter der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) im schweizerischen Walzenhausen. Dabei wurde ein einstimmiger Beschluss gegen das umstrittene Fracking zur Erdgasförderung gefasst, berichtet der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner. Außerdem wurde eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbarer Energien thematisiert.
Im höchsten IBK–Gremium habe er ein weiteres Mal unmissverständlich dargelegt, dass sich Vorarlberg entschieden gegen die mit unabwägbaren Risiken verbundene "Fracking"–Methode zur Erdgasförderung stellt, sagte Wallner. Der Schutz der Bevölkerung und des Trinkwassers hat für den Landeshauptmann außer Frage zu stehen. Die Mitglieder der Internationalen Bodensee Konferenz haben sich der ablehnenden Haltung Vorarlbergs, die auch vom Landtag heuer im April in einer entsprechenden Entschließung verabschiedet wurde, angeschlossen und einen gemeinsamen Beschluss verabschiedet.
Unterstützt wird die klare Position von einem Gutachten des deutschen
Umweltbundesamts (UBA), in dem eindringlich vor der Fracking–Technologie gewarnt wird und das dazu rät, die Methode in Trinkwasserschutzgebieten nicht zuzulassen.
Nachhaltige Energiepolitik
Ebenso thematisiert wurde die intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbarer Energien in der Bodenseeregion, die heuer im Juli bei einem Strategiegespräch im schweizerischen Schwägalp vereinbart wurde. Vorarlberg soll dabei eine federführende Rolle einnehmen. Die Regierungschefs wurden aus erster Hand über die Absichten der Netzbetreiber informiert. "Mit dem ambitionierten Ziel der Energieautonomie bis 2050, dem vorhandenen Know–how im Land und den gesammelten Erfahrungen kann Vorarlberg für alle Akteure ein wichtiger Ansprechpartner sein", erklärte Wallner.
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10.12.2012 | Autor*in: holler
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