BM Hanke: Mobilitätswende als Antwort auf Ölpreiskrise
Als kurzfristige Sofortmaßnahme verbilligt die Spritpreisbremse der Bundesregierung jeden Liter Benzin und Diesel um 10 Cent . Laut Hanke sei jetzt nicht der Moment unehrliche Versprechen über billigen Sprit aus unbekannten Quellen abzugeben. „Die Menschen in Österreich verdienen ehrliche und seriöse Antworten auf diese Krise“. Langfristig sei Antwort auf diese strukturelle Verwundbarkeit unserer Energieversorgung klar: die konsequente Transformation von Mobilität und Energie.
Österreichs Bundesbahnen sind bereits zu 90 Prozent elektrifiziert, 100 Prozent des ÖBB-Bahnstroms kommen aus erneuerbaren Quellen. Das macht den öffentlichen Verkehr unabhängig von Ölpreisschwankungen – wer heute ein Klimaticket kauft, ist die nächsten zwölf Monate zum Fixpreis unterwegs, unabhängig von den internationalen Märkten. Außerdem steht die Bundesregierung trotz Konsolidierungsdruck zum hohen Investitionsniveau im ÖBB-Rahmenplan, der auf Rekordniveau liegt.
Parallel dazu nimmt E-Mobilität in Österreich zu: Über 35.000 öffentliche Ladepunkte stehen mittlerweile zur Verfügung, die Zahl der Ultraschnellladepunkte mit 150 kW oder mehr hat sich im vergangenen Jahr auf über 4.000 verdoppelt. Im ASFINAG-Netz werden die Ladepunkte für Pkw bis 2030 auf 1.500 und für Lkw bis 2035 auf 1.300 ausgebaut. Mehr als 300.000 vollelektrische Fahrzeuge aller Klassen sind seit Ende 2025 auf Österreichs Straßen unterwegs, Anfang 2026 wurde die Fünf-Prozent-Marke beim Gesamt-Pkw-Bestand überschritten.
Mit dem Programm eTruck werden zudem die Anschaffung von E-Lkw und die dazugehörige Ladeinfrastruktur gezielt gefördert. Über 700 E-Lkw sind bereits im Einsatz – wie etwa beim Kraftwerk Imst-Haiming der TIWAG in Tirol, der ersten Baustelle Österreichs, die vorwiegend über elektrische Schwerlastfahrzeuge abgewickelt wird. Das zeigt eindrucksvoll, dass die Elektromobilität in allen Bereichen Marktreife erlangt hat.
„Jede Ladestation, jedes Windrad, jede neue energieeffiziente Technologie ist ein Schutzschild gegen internationale Krisen", so Hanke, der auch die Bedeutung des kürzlich beschlossenen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) und der ersten neuen, Logistikstandortstrategie seit 2014 die derzeit erarbeitet wird, hervorhob.
Ergänzend rief der Minister alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer dazu auf, durch spritsparendes Fahren – gleichmäßiges Tempo, vorausschauendes Fahren, monatlicher Reifendruckcheck – einen persönlichen Beitrag zu leisten und damit ihren Treibstoffverbrauch um bis zu 15 Prozent zu senken.