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Bis zu 51 Prozent weniger Strombezug: E-Autos als Hausspeicher mit  immensem Potenzial

05.03.2026

Elektroautos können mehr als nur emissionsarme Mobilität. Als Stromspeicher für das Eigenheim könnten sie den Netzstrombezug um bis zu 51 Prozent senken

Pressebild 10.3. E Auto als Stromspeicher.jpg
E-Auto als Stromspeicher © Hochschule Burgenland

Zu diesem Ergebnis kommt eine simulationsgestützte Bachelorarbeit im Studiengang Gebäude- und Energietechnik an der Hochschule Burgenland.
 

In seiner Arbeit untersuchte Student Christoph Paar anhand eines typischen Wohngebäudes unterschiedliche Größen von Photovoltaikanlagen, Fahrzeugtypen sowie Lade- und Verbrauchsprofile. Das Ergebnis: Wird ein E-Auto bidirektional geladen – also nicht nur Strom  geladen, sondern bei Bedarf auch wieder ins Haus zurückgespeist (Vehicle-to-Home, V2H) – lassen sich Stromkosten um bis zu 1.400 Euro pro Jahr senken. Gleichzeitig können die CO₂-Emissionen um bis zu 370 Kilogramm jährlich reduziert werden.
 

Besonders groß ist der Effekt, wenn Stromerzeugung und Verbrauch zeitlich auseinanderfallen – etwa wenn die PV-Anlage mittags viel Energie produziert, der Bedarf im Haushalt aber erst am Abend steigt. „Dann schließt das Fahrzeug als mobiler Speicher die Lücke zwischen Mittagssonne und Abendverbrauch“, so Paar. Auch bei größeren PV-Anlagen bleibe V2H sinnvoll, wenngleich der relative Zusatznutzen etwas geringer ausfalle.
 

Der Hintergrund zeigt die Dimension des Potenzials: Laut dem Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) waren bis Ende 2025 in Österreich 257.717 Elektrofahrzeuge zugelassen. Bei einer durchschnittlichen Batteriekapazität von 65 kWh ergibt sich eine theoretische Speicherkapazität von rund 16,75 Gigawattstunden – ein bislang kaum genutzter Energiespeicher. Zum Vergleich: Ein Einpersonenhaushalt benötigt im Schnitt etwa 1.900 kWh Strom pro Jahr, ein Dreipersonenhaushalt rund 4.200 kWh.

Die Arbeit  bringt auf den Punkt, dass die intelligente Einbindung bidirektionaler Ladeinfrastruktur technisch machbar und sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Noch bremsen fehlende Standards sowie offene Fragen zu Netzanschluss, Messung und Abrechnung den breiten Einsatz. Mit fortschreitender europäischer Standardisierung könnte Vehicle-to-Home jedoch in den kommenden Jahren verstärkt Einzug in private Haushalte halten.  

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E-Auto als Stromspeicher © Hochschule Burgenland