Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse(current)1
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Biomasse

Biomasse spart 4 Millionen US–Dollar

06.03.2004

Die Pfalzwerke produzieren auf dem Gelände des Uentroper DuPont–Werkes Strom aus erneuerbaren Ressourcen

ja © Archiv
ja © Archiv
Und sie sahen, dass es gut war. Nur strahlende Gesichter zeigten sich gestern bei der offiziellen Inbetriebnahme des Biomasse–Heizkraftwerkes der Pfalzwerke auf dem DuPont–Gelände in Uentrop. Verkehrs– und Energieminister Dr. Axel Horstmann war höchstpersönlich gekommen, um gemeinsam mit DuPont–Werksdirektor Wilfried Rüter, dem Vorstandsmitglied der Pfalzwerke AG, Günther Koch, und Oberbürgermeister Thomas Hunsteger–Petermann den symbolischen roten Knopf zu drücken. "Die energiewirtschaftliche Zukunft muss sich aus Gründen des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung auf erneuerbare Energien stützen", lobte der Minister das 25–Millionen–Euro–Projekt. "Bei dieser Anlage werden Strom und Wärme mit einem optimalen Nutzungsgrad produziert. Diese hohe Ausbeute ist zukunftsweisend."
Dass der Bau der mit geschnetzelten Holzabfällen betriebenen Anlage sowie einer ergänzenden Kraftwärme–Kopplungs–Anlage mit Gasturbinen innerhalb von nur zehn Monaten vollendet werden konnte, sei vor allem dem Minister und der Regierungspräsidentin zu verdanken, betonte Pfalzwerke–Vorstand Koch. Horstmann habe die Bedeutung des Projektes für die Region erkannt, Renate Drewke habe unbürokratisch geholfen. Die Regierungspräsidentin, die sich unter den zahlreichen Ehrengästen befand, bestätigte diese Aussage mit einem entschiedenen Kopfnicken. Koch dankte aber auch der Stadt Hamm, vornehmlich den Stadtwerken, die die Stromvernetzung mit dem öffentlichen Netz ermöglicht hätten.
Gastgeber und Werksdirektor Rüter erinnerte an die lange, zunächst vergebliche Suche nach einem Partner aus dem Energiesektor, um dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Wir wollten einerseits unsere Energiekosten reduzieren, andererseits moderne Technologie mit ökologischen Vorteilen verbinden", so Rüter. "Mit der heutigen Inbetriebnahme des Biomasse–Heizkraftwerks leistet unser Standort einen führenden Beitrag zum Umweltschutz." DuPont habe sich das Ziel gesetzt, bis 2010 zehn Prozent seines gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken und die Treibhausgas–Emissionen um 65 Prozent zu reduzieren.
Eine Nachricht, die auch den Oberbürgermeister sichtlich erfreute. Noch wichtiger schien ihn allerdings die Tatsache der Standortsicherung zu sein. "Durch richtungsweisende Investitionen wie diese werden die Arbeitsplätze am Standort wieder ein Stück sicherer", sagte Hunsteger–Petermann. Daher sei die Inbetriebnahme ein wichtiges Ereignis für die Stadt Hamm. "Schließlich erreichen uns die guten Nachrichten aus der Wirtschaft nicht gerade im Sekundentakt." Abschließend wünschte das Stadtoberhaupt DuPont und den Pfalzwerken, "mit neuer Energie und unter Volldampf" voranzuschreiten.
An dieser Absicht ließen beide Unternehmen keinen Zweifel. Über eine 15–jährige vertragliche Laufzeit sind sie aneinander gebunden. DuPont hat sich verpflichtet, seine in Form von Wasserdampf benötigte Energie zu hundert Prozent von den Pfalzwerken – genau gesagt von deren Tochter, der K´Park Energie GmbH – abzunehmen. Dafür spart das Chemieunternehmen vier Millionen US–Dollar, die ansonsten in die Erneuerung der bisher verwendeten, Erdgas betriebenen Kesselanlage hätten fließen müssen.
Die Pfalzwerke profitieren nicht nur von diesem sicheren Kunden. Nur rund 60 Prozent der am Standort erzeugten Energie werden von DuPont genutzt. Der Rest fließt als elektrischer Strom ins Stadtwerke–Netz. Damit sichern sich die Pfalzwerke über 20 Jahre die Förderung aus dem Gesetz für erneuerbare Energien (EEG) sowie der Kraftwärmekopplung.
Wie bereits berichtet, ist das Biomasse–Kraftwerk eine Fünf–Megawatt–Anlage, die 54 000 Tonnen Holzschnitzel im Jahr verbrennen soll. Die Filteranlage ermögliche es nach DuPont–Angaben sogar, behandelte Hölzer wie zum Beispiel alte Bahnschwellen der Verbrennung zuzuführen. Stündlich können bis zu 26 Tonnen Dampf hergestellt werden. Die KWK–Anlage bietet eine zusätzliche Leistung von zwei Megawatt und produziert maximal zwei Tonnen Dampf die Stunde.
Obwohl die Anlagen erst gestern offiziell in Betrieb genommen wurden, liefern sie bereits seit Dezember Strom.
  • Drucken
  • Empfehlen
06.03.2004 | Autor*in: willfurth
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Hensler: 338.000 Euro für drei weitere Biomasse-Fernwärmeanlagen in NÖ

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Kompetenzzentrum Biogas„ auf der Energiesparmesse Wels

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Samstag, 15. August 2026, 69.913 Artikel Online

Weitere Themen

  • Leichtfried: Biogasanlagen werden vom Land NÖ. gefördert
  • Hensler: 338.000 Euro für drei weitere Biomasse-Fernwärmeanlagen in NÖ
  • Biomasse spart 4 Millionen US–Dollar
  • Kompetenzzentrum Biogas„ auf der Energiesparmesse Wels
  • Europäische Pelletskonferenz in Wels
  • Vorarlberg will Biomasse–Nutzung um ein Drittel erhöhen
  • Biogasanlagen: Ein Praxisvergleich
  • Biotrieb.org ist Online
  • Klimaschutz kein Krügerl Bier wert?
  • Was haben die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln, das TGM und die PVT gemeinsam?
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 226
  • 227(current)
  • 228
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
2.333 Artikel | Seite 227 von 234

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
ja © Archiv

ja © Archiv