Biogaskongress in Hohenheim: Zukunftsperspektiven für den Biogassektor im Fokus
Hohenheim - Welche Rolle kann Biogas künftig für die Energieversorgung spielen? Mit dieser Frage befassten sich am 9. Kongress „Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven“, zu dem die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) nach Hohenheim eingeladen hatten. Über 160 Teilnehmende nutzten das zweitägige hybride Format, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und auszutauschen.
Gleich zum Auftakt machte Dr. Andreas Täuber vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) deutlich, dass Biogas aufgrund seiner Speicherfähigkeit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten könne. Die politischen Weichen seien gestellt, nun gelte es, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass das Potenzial auch tatsächlich ausgeschöpft werden könne. „Das BMLEH setzt sich weiter dafür ein, dass Biogas seine Potenziale für eine sichere, bedarfsgerechte Energieversorgung nun endlich voll ausspielen kann“, betonte Täuber.
Welche Konsequenzen die aktuellen Regelungen für Betreiber haben, erläuterte Roland Schulze-Lefert von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Er sieht vor allem Chancen für Anlagen, die in flexible, marktorientierte Stromproduktion investieren und diese mit tragfähigen Wärmekonzepten kombinieren.
Neben den rund 30 Fachvorträgen bot eine Posterausstellung Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten. Sie lud zum fachlichen Dialog ein und zeigte die Bandbreite an Themen – von technischen Innovationen über ökonomische Fragestellungen bis hin zu rechtlichen Aspekten.
Die Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim unterstützte den Kongress in diesem Jahr als ideeller Partner. Wer sich im Nachgang informieren möchte: Die Präsentationen der Referierenden werden demnächst auf den Webseiten von KTBL und FNR kostenfrei abrufbar sein.