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Biogas durch Trockenvergärung - was ist machbar?

23.02.2004

Fachkreis diskutierte den Stand der Technik und die Einsatzmöglichkeiten der Trockenfermentation

ja © FNR - www.fnr.de
ja © FNR - www.fnr.de
Am 4. und 5. Februar fand auf Einladung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ein Expertengespräch zur Trockenfermentation in Biogasanlagen statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Perspektiven als auch den Forschungs- und Entwicklungsbedarf zu evaluieren.
Die Trockenvergärung wird aufgrund von verfahrenstechnischen Vorteilen als eine kostengünstige Alternative zur Nassvergärung angesehen. Insbesondere für reine Ackerbaubetriebe, die nicht auf Gülle zurückgreifen können, eröffnet sie Möglichkeiten, um an der Biogasproduktion und damit am Energiemarkt teilzuhaben.
Der Wissens- und Erfahrungsaustausch von 15 Experten der Biogasbranche bei der FNR in Gülzow zeigte den nötigen Handlungsbedarf auf, um das vielversprechende Verfahren marktreif zu machen.
So gelten verfahrenstechnische Fragen und Untersuchungen zum Substrat derzeit als weitgehend ungeklärt. Angemahnt wird vor allem die Entwicklung einer geeigneten Messtechnik, um belastbare Daten zu erhalten, mit deren Hilfe Aussagen zum Gärverhalten des Substrats und damit zur Gasausbeute und -qualität getroffen werden können.
Damit ließe sich die optimale Substratmischung und Prozessdauer ermitteln, die einen Vergleich des bevorzugten Batchverfahrens mit dem parallel betriebenen Trocken-Nass-Verfahren unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten erlaubt. Zudem gelten auch die erforderliche Substratbeschaffenheit und -zusammensetzung für einen erfolgreichen Einsatz in der Trockenvergärungsanlage als unzureichend geklärt.
Trotz des umfangreichen F&E - Bedarfs ist das Trockengärverfahren von den Fachleuten als eine durchaus erfolgversprechende Alternative zur Nassfermentation beurteilt worden. Aus diesem Grund wird sich die FNR über das Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" künftig in diesem Bereich engagieren.
Die Beiträge sowie die Ergebnisse der Veranstaltung werden in der Schriftenreihe "Gülzower Fachgespräche" der FNR veröffentlicht.

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23.02.2004 | Autor*in: pawek
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